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Wassersport Viele Teilnehmer bei Horum-Regatta

Horumersiel - „So’n Schietwetter hatten wir noch nie!“, schimpfte Jan Gerdes, Vorsitzender der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS), am Wochenende, als sein Verein die 52. Horum-Regatta ausrichtete. Regen, Flaute und Nebel trübten das Segelvergnügen, auf das sich viele Wassersportler an der Jade seit Wochen gefreut hatten. Gleichwohl bestritten die Skipper und ihre Crews auf knapp 80 Segeljachten mit großem Engagement die erste Wettfahrt der Saison und erlebten sie als sportlichen Erfolg. Die Saisonstarts auf Helgoland und Spiekeroog sowie in Bremerhaven waren abgesagt worden und auch deshalb hatte „Horum“ einen enormen Zulauf, auch aus dem weiteren Umkreis.

Neben den Skippern aus Wilhelmshaven, Rüstersiel, Hooksiel, Horumersiel und Wangerooge bereicherten auch Schiffe aus Harlesiel, Bensersiel, Spiekeroog, von der Wurster Küste und Bremerhaven das Regattafeld. Einschließlich der Nachmeldungen waren 81 Boote zur 52. Horum-Regatta auf der Liste, nur drei gingen nicht an den Start. 14 Teams gaben auf, weil sie in der Flaute gegen den Tidestrom nicht mehr vorankamen.

Verkürzung der Strecke wegen Flaute

Wie Blei lag die Nordsee am Samstagmittag vor den Teilnehmern, als der Startschuss fallen sollte. Regattawart Alex Bayer sagte noch eine Verschiebung durch und mit dem Hauch einer leichten Brise aus West schoben sich die Jachten im Zeitlupentempo über die Startlinie auf Schillig-Reede. Drei Starts waren nötig, um die Vielzahl der Schiffe geordnet auf den Kurs Richtung Hooksiel zu schicken, gegen den ablaufenden Ebbstrom. Schon vor Beginn wurde eine Verkürzung der Regattastrecke per Funk durchgesagt, weil eine wesentliche Veränderung der Windstärke nicht zu erwarten war.

Auf dem ersten Schenkel bis zur Hafeneinfahrt von Hooksiel, der gut drei Meilen lang war, ließen Flauten und kleine Windfelder die Boote nur sehr langsam vorankommen. Zwei Stunden benötigten die Schiffe für dieses Stück, das bei guten Windverhältnissen in der halben Zeit abzusegeln ist. Von dort ging es eine gute Meile Richtung Nordosten ans Jadefahrwasser. An eine ursprünglich vorgesehene Querung der Fahrrinne war angesichts der Sichtverhältnisse nicht zu denken, zumal auf der Jade reger Schiffsverkehr herrschte.

Nach der Wendemarke Tonne 37 ging es ins Ziel zurück. Inzwischen hatte der Wind, der Anfangs aus westlicher Richtung kam, auf Nord gedreht. Damit waren die Boote gezwungen, mit zahlreichen Kreuzschlägen gegen den Wind zu segeln. Zwischenzeitliche Regenschauer und schlechte Sicht bescherten kein pures Segelvergnügen. Aber immerhin 64 Mannschaften hielten tapfer bis zum triefnassen Ende durch.

Für die Sicherheit sorgte die DGzRS

Ankernd vor dem Außentief von Horumersiel, das wegen der Ebbe noch nicht befahrbar war, erwischten ausgiebigste Regenschauer die Wassersportler. „Wir waren von oben und von unten nass“, meinten die beiden jungen Wangerooger Paul Giese und Jonas Zoeke, die mit ihrem Strandkat gesegelt waren. Die Insulaner halfen übrigens den Veranstaltern aus der Patsche: Das langjährige Startschiff „Gesine“ liegt mit einem Loch im Rumpf in der Werft. Nun war guter Rat teuer. Aber Frank Zoeke und Josef Mende vom Wangerooger Yachtclub sprangen ein und nahmen auf ihren Motorbooten die Regattaleitung an Bord. „Diesen Freundschaftsdienst setzen wir gerne nächstes Jahr fort“, so die beiden Mobo-Skipper, die ganz angetan waren von der Atmosphäre im Hafen. Für die Sicherheit sorgte zudem das Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ der DGzRS-Station Horumersiel.

Auf eine Siegerehrung und Preisverteilung im Festzelt hatte man verzichtet. Aber zu Bier, Bratwurst und Klönsnack trafen sich die Segler dann doch – auf Abstand im Freien.

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