Jever/Cäciliengroden/Wilhelmshaven - Ihre Eltern müssen die Familienurlaube seit neuestem aufeinander abstimmen. Fest im Blick ist dabei der Trainings-, Wettkampf- und Lehrgangsplan. Und der ist für Laura Schlalos und Paula Weigert mittlerweile gut gefüllt. Ein Grund dafür ist sicherlich das formidable Abschneiden des neuen Sportakrobatik-Damenpaars des TSR Olympia Wilhelmshaven beim Akro-Cup in Augsburg Ende November. Platz eins jeweils im Balance- und Dynamikteil – bei der Premiere der 15-jährigen Laura aus Cäciliengroden und der zwölfjährigen Paula aus Jever hätte es nicht viel besser laufen können. Denn wirklich lange trainieren die beiden als Damenpaar noch gar nicht zusammen.
Erst im vergangenen Jahr, als Paula zum ersten Mal bei den Sportakrobaten des TSR Olympia vorbeischaute, sollte etwas Größeres entstehen. Mutter Jeanette hatte mit dem Trainerpaar der TSR-Sportakrobatik, Silke und Timo Spieß, Kontakt aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt turnte Laura noch mit einer anderen Partnerin an der Seite. „Irgendwie klappte das aber nicht so gut“, erzählt Laura Schlalos. Die Trainer erkannten aber schnell das Potenzial, das Laura und Paula zusammen haben würden. „Wir haben es einfach ausprobiert“, sagt Laura. Der Erfolg stellte sich schon im selben Jahr ein. Und damit soll noch lange nicht Schluss sein.
Lust auf mehr
Denn das Damenpaar richtet seinen Blick schon auf die Deutsche Meisterschaft in seiner Altersklasse. Zwar haben die beiden Mädchen sich hierfür noch nicht qualifiziert, „aber wir haben nach dem Erfolg in Augsburg Lust auf mehr“, sagt Laura.
Auch für Paula ist die neue Herausforderung eine willkommene Sache. Als Gerätturnerin beim MTV Jever hat sie zwar schon an einigen lokalen und regionalen Wettkämpfen teilgenommen. Die Sportakrobatikbühne ist allerdings eine deutlich größere. Die Schülerin des Mariengymnasiums ist ein großer Fan von Choreografien. Die gibt es beim Gerätturnen lediglich beim Bodenturnen. Die Sportakrobatik bietet der Zwölfjährigen deutlich mehr Entfaltungsspielraum. Trotz der drei Trainingseinheiten pro Woche will sie das Gerätturnen aber nicht aufgeben: „Meine Mutter sagt, dass ich damit aber immer aufhören kann, wenn es mir zu viel wird“, sagt Paula.
Unterschiedliche Interessen aber ein Ziel
Dicke Freundinnen sind Laura und Paula noch nicht geworden. Das geben sie ganz freimütig zu. Unterschiedliche Wohnorte, andere Schulen und natürlich andere Freundeskreise und Interessen stehen dem im Wege. Allerdings sind sie seit Augsburg als Sportakrobatik-Paar enger zusammengewachsen. „Das war schon aufregend zusammen im Hotelzimmer, die Wettkampfatmosphäre“, erinnert sich Laura zurück. Nun arbeiten sie an neuen Elementen. Morgen ist Trainingsauftakt. 2022 soll ihr Jahr werden.
