Jever - Ein Adrian Dugiel reicht nicht: Tischtennis-Oberligist MTV Jever hat einen Start nach Maß verpasst und bei den bitteren Pleiten in Göttingen (5:7) und Salzgitter (4:8) Punkte liegen lassen. Ohne Florian Laskowski und Bennet Robben, dafür mit Nachwuchs-Ass Hendrik Hicken agierte das MTV-Sextett in Göttingen auf Augenhöhe, musste aber im unteren Paarkreuz viermal gratulieren – mindestens einmal zu viel für einen Punktgewinn.

Nach Streichung der Doppel stand Jevers Spitzenpaarkreuz umso eher im Fokus und hielt dem Druck fraglos stand. Mathis Kohne überzeugte im Duell der Zweier gegen Görtz, Dugiel hielt sogar beide Göttinger in Schach und kam zu zwei Fünfsatzerfolgen. Da darüber hinaus aber nur noch Janek Hinrichs und Fabian Pfaffe gegen Ahmet Kösterelioglu punkteten, stand  Jever nach gut drei Stunden mit leeren Händen da.

Auch in Salzgitter gab es am ersten Spielwochenende nichts zu holen. Zwar lieferten Pfaffe und Hinrichs mit Siegen über Schulze abermals solide ab, ansonsten aber erspielte nur Dugiel Zählbares. Im Vergleich mit seinen Landsleuten Dzikowski und Lubin überragte Jevers angriffsstarker Abwehrriese und war mit Abstand bester Mann in der Halle. Krzysztof Lubin, seit Jahren ligaweit stets einer der Topspieler, kam in drei Sätzen gerade mal auf neun Pünktchen.

„Den hat Adrian richtig auseinandergenommen“, zeigte sich Teamkollege Pfaffe beeindruckt. Doch auch im Vergleich mit dem hoch gehandelten Unionern stellte der Gegner in der Breite das bessere Team und gestand Dugiel und Co. insgesamt nur vier Einzelerfolge zu. „Das waren bittere Niederlagen. In beiden Spielen war mehr drin“, zeigte sich Pfaffe ernüchtert. Im Kampf um den Klassenerhalt muss sich der MTV derzeit weit hinten anstellen und steht im nächsten Pflichtspiel am 17. Oktober gegen Aufsteiger Arminia Hannover schon etwas unter Druck.