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Corona-Krise „Tennis spielt sich mit Abstand am besten“

Christ

Jever/Esens - Die Sommersaison im Tennis würde am ersten Wochenende im Mai starten. Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Tennisverband Niedersachsen/Bremen den ersten Spieltag jedoch auf Mitte Juni verschoben. Die Außenplätze dürfen während der aktuellen Kontaktsperre nicht betreten werden – und die Clubs dürfen diese nicht in Eigenregie aufbereiten.

MTV lädt Vereine ein, die Anlage zu nutzen

„Gemeinsam gegen Corona“ lautet das Motto, unter dem die Tennisabteilung des MTV Jever die ungewissen nächsten Wochen und Monate angehen will. „Wir haben sieben Außenplätze von einer Firma aus Kassel herrichten lassen, die das seit Jahren für uns macht. Dieses Mal haben wir auch neue Linien bekommen“, erklärt Abteilungsleiter Roberts Meints.

Außerdem hat der MTV den TC Jever dazu eingeladen, seine Anlage bis auf Weiteres mit zu nutzen. Der TC mache das bei sich immer von Hand, was derzeit nicht erlaubt ist. Sobald die Plätze wieder freigegeben sind, bliebe dem Stadtrivalen nicht viel Zeit, bis die Sommersaison starten würde. Von jeglichen Ressentiments aus der Vergangenheit will Meints sowie nichts wissen: „Ich persönlich weiß gar nicht, was da irgendwann einmal war, und es ist mir auch egal.“ Der MTV setzt somit ein Zeichen der Solidarität und reicht seinen Konkurrenten die Hand in dieser ungewissen und schwierigen Zeit.

„Es dürfen sich auch gerne andere Vereine aus der Region bei uns melden und dann die Plätze bespielen, wenn sie ihre Anlage nicht rechtzeitig fertig bekommen“, berichtet Meints weiter. „Tennis ist mit Abstand der beste Sport“, sagt er mit einem Augenzwinkern, „man könnte auch sagen, Tennis spielt sich mit Abstand am besten.“ Aktuell gehe der MTV davon aus, dass die Saison in acht Wochen losgehen kann.

Hinter dem Leistungsklassenturnier der Jeveraner, das für den August terminiert ist, steht indes noch ein größeres Fragezeichen. Durch den verspäteten Saisonstart, verschieben sich sämtliche Tennistermine um fünf Wochen nach hinten.

Neuer Sand für den TC Esens

Auch beim TC Esens ruht der Spielbetrieb, dennoch wird hinter den Kulissen aktiv an der Vorbereitung auf die Sommersaison gearbeitet und geplante Projekte werden weiter vorangetrieben. So hat sich auch in Esens eine Firma der Frühjahrsinstandsetzung der Außenplätze angenommen. Den neuen Sand gilt es jetzt durch regelmäßiges bewässern zu sichern. „Sonst ist er in alle Winde verweht, bevor auf den Plätzen überhaupt das erste Match gespielt worden ist.“, sagt Richard Stone, der sich normalerweise darum kümmert.

Den Vorstandsmitgliedern ist es durch die Zwangspause verwehrt, sich zu gemeinsamen Sitzungen zu treffen. Aber die digitale Kommunikation bietet ihnen weiterhin die nötige Plattform, gilt es doch, künftige Veranstaltungen zu planen, ausgefallene Turniere wie die Bärenstadt-Open neu zu terminieren sowie notwendige Investitionen weiter voranzutreiben. Die Flutlichtanlage soll wieder in Gang gebracht und neue Fangzäune angeschafft werden.

Aber auch der Spielbetrieb muss vorbereitet werden. Sportwart Björn Ammermann und die neue Jugendwartin Silke Bangert müssen sich mit der Terminierung der Punktspiele zwar noch gedulden, die namentlichen Mannschaftsmeldungen müssen sie aber schon jetzt erfassen. Und der Cheftrainer des TC, Rolf Wibben, feilt intensiv an den neuen Trainingsplänen. Immerhin gilt es, etwa 70 Kinder- und Jugendspieler in Kleingruppen einzuteilen.

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