Jever - Der Friesische Klootschießerverband (FKV) will sich moderner aufstellen und fit für die Zukunft werden. Das hat Helfried Goetz, Vorsitzender des Verbands, auf der Versammlung in Jever deutlich gemacht. „Ich will dass wir als starker Verband wahrgenommen werden. Der Tradition verbunden, aber doch modern“, beschrieb er sein Bild vom FKV in ein paar Jahren.
Hürden auf dem Weg zu modernen Sportverband
Doch auf dem Weg zu einem modernen Sportverband gilt es noch einige Klippen zu umschiffen. Ein wichtiger Punkt ist die qualifizierte Ausbildung von Übungsleitern. An den notwendigen Richtlinien und Strukturen werde derzeit gearbeitet. „Es ist zwar nicht der erste Anlauf, sondern der dritte, aber ich bin zuversichtlich“, sagte Goetz.
Doch spätestens bei den Wahlen zeigte sich, dass die Modernisierung des Verbands nicht einfach wird. So blieb der Posten des stellvertretenden Fachwarts für Jugend und Ausbildung unbesetzt. Auch für das Amt der Fachwartin Kloot und Hollandkugel sowie ihre Stellvertreterin fand sich niemand. Immerhin wurde mit Holger Wilken (Reepsholt) ein Nachfolger für den bisherigen Medienwart Wilfried Gronewold gefunden.
Unbesetzte Ämter müssen kompensiert werden
„Wir haben traditionell Vakanzen im Vorstand“, erklärte Goetz. Doch die unbesetzten Ämter ärgern ihn, denn so müsse die Arbeit von den anderen mitgemacht werden. Dadurch bleiben andere Dinge liegen. „Die Posten gibt es ja nicht aus Spaß“, machte er deutlich. Spätestens auf der übernächsten Versammlung, also 2024, soll für jedes Amt ein passender Kandidat gefunden sein, lautet die Vorgabe des Vorsitzenden.
Und die Friesensportler sind gut beraten, die Lücken möglichst schnell zu füllen. Denn mit der Europameisterschaft 2024 steht das nächste Großereignis auf heimischem Boden schon bald bevor. „Die Europameisterschaft ist eine Chance, Werbung für unseren Sport zu machen. Diese Chance dürfen wir nicht verstreichen lassen“, machte Goetz deutlich. Es sei zwar noch viel Arbeit, aber die Verantwortlichen im Kreisverband Esens als örtlicher Ausrichter, hätten schon gut vorgelegt.
Fokus auf EM im Mai
Nun richtet sich der Fokus jedoch erst einmal auf die EM in Schleswig-Holstein vom 26. bis 29. Mai. Eigentlich hätte das Turnier schon 2020 stattfinden sollen. Doch Corona-bedingt wurde es zwei Mal verschoben. Eine weitere Verlegung wird es nicht geben. Darauf haben sich die Mitgliedsverbände bei einer Tagung der IBA (International Bowlplaying Association) verständigt.
