Nethen - Noch einmal drei Tage spannenden Pferdesport hat das Reitturnier „Beach & Ride“ am Pfingstwochenende geboten. Die Reiter hatten dabei allerdings mit sehr durchwachsenen Wetterbedingungen im Beachclub Nethen zu kämpfen. Von blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein bis hin zu prasselndem Regen gab es erneut alles im Programm. Turnierveranstalter Torsten Schmidt konnte da nur mit den Schultern zucken. Vieles ist planbar, das Wetter eben nicht. Trotzdem kamen im Vergleich zum vorvergangenen Wochenende deutlich mehr Zuschauer auf die Anlage. Es hatte sich scheinbar rumgesprochen, dass bis zu 250 Reitsportfans zugelassen waren.
An den drei Turniertagen stand die Jugend im Mittelpunkt des Geschehens. Vor allem am Samstag und Sonntag ging es in den Jugendchampionaten hoch her, schließlich wird das große Finale beim Oldenburger Landesturnier in Rastede in rund sieben Wochen ausgetragen. Antje Backhaus vom Reit- und Fahrverein Hooksiel schaffte es hier im Stilspringen der Klasse A in der zweiten Abteilung auf den dritten Platz. Ihre Schwester Edda und ihre Cousine Johanna überzeugten dagegen im kombinierten Wettbewerb. Mit einer Note von 6,9 im Springen und einer 7,2 in der Dressur reichte es für Johanna Backhaus zu Platz fünf. Knapp dahinter, auf Position sechs, holte auch Edda Backhaus mit 7,6 Punkten im Springen und 6,4 Punkten in der Dressur eine Schleife.
Ein eher seltener Anblick in diesen Breitengraden ist der Polosport. Am Sonntagabend gab es das temporeiche Spiel, das seine Ursprünge im Iran, in Afghanistan, Kaschmir und Nordpakistan um etwa 600 v. Chr. hat und seinen Weg über Indien und später über britische Kavallerie-Offiziere, die in Indien stationiert waren, nach Großbritannien fand, auch im Beachclub in Nethen zu sehen – wenn auch in einer deutlich abgespeckten Version. Denn ein normales Spielfeld ist 274 Meter (300 Yards) lang und 183 Meter (200 Yards) breit. Dies Ausmaße gab der Reitplatz in Nethen nicht ganz her. Ähnlich wie beim Beach-Polo, wo ebenfalls auf einem etwas kleineren Feld gespielt wird, traten zwei Teams mit je zwei Spielern gegeneinander an, wobei das Ergebnis natürlich zweitrangig war. Entsprechend weniger verbissen, aber dafür mit deutlich lauterem Lachen, waren die Reiter dann auch beim Toreschießen dabei.
