Ostfriesland - In den Fußballspielen um den „Ostfriesland-Cup“ geht es hoch her. Von Partien mit dem üblichen Testspielcharakter, die es im Rahmen einer Saisonvorbereitung zur Genüge gibt, ist nichts zu sehen. Der neue Modus mit K.o-Spielen über die volle Distanz sorgt für die entsprechende Würze, die auch bei den Zuschauern großes Interesse auslöst. Allein zu den Begegnungen im Achtelfinale, die in der vergangenen Woche stattfanden, kamen mehr als 2000 Zuschauer. Die Vereine indes freuen sich auf satte Preisgelder. So gab es neben der Antrittsprämie von 300 Euro, die jeder Teilnehmer erhielt, für die Sieger der ersten Runde weitere 500 Euro. Ein Weiterkommen im Viertelfinale wird mit weiteren 1000 Euro belohnt, ehe die dicken Beträge verteilt werden. So gibt es für den Finaleinzug 2500 Euro und für den Turniersieg ganze 4000 Euro. Der Sieger des Ostfriesland-Cups 2020 kommt mit vier Erfolgen auf ein Preisgeld von insgesamt 7800 Euro – insgesamt werden in diesem Jahr mehr als 20.000 Euro Prämien ausgeschüttet.
Für den TuS Strudden, der sich bereits zum dritten Mal für den „Ostfriesland-Cup“ qualifiziert hat, ist das Turnier in diesem Jahr bereits nach dem ersten Auftritt beendet gewesen. Das Ausscheiden gegen den Oberligisten Kickers Emden (0:5), dem Top-Favoriten auf den Turniersieg, kam nicht wirklich überraschend. Auch für Erwin Janßen nicht: „Schade, dass wir gleich in der ersten Runde gegen Emden spielen mussten. Dadurch war klar, dass wir den Erfolg aus dem Vorjahr mit dem Einzug ins Halbfinale nicht wiederholen konnten. Dennoch ist es für uns eine große Ehre gewesen, auch in diesem Jahr am Cup teilgenommen zu haben. Es ist schon beeindruckend, was die Organisatoren Manfred Bloem und Ewald Adden in den letzen Jahren auf die Beine gestellt haben“, erklärt der Vereinsvorsitzende der Schwarz-Gelben.
Während die Struddener auf ihr Heimspiel gegen Kickers Emden aufgrund der ganzen Corona-Auflagen verzichteten, und ihre Partie in Firrel austrugen, wird der TuS Middels sein Viertelfinale gegen den Oberligisten am Freitag (Anstoß um 20 Uhr) vor heimischer Kulisse austragen. Die Planungen hierfür laufen seit Wochenbeginn auf Hochtouren. „In Zeiten von Corona ist es ein riesiger Aufwand, damit das Spiel so stattfinden kann, wie es soll“, berichtet Tanja Janssen. Die zweite Vorsitzende des Vereins hat in der Organisation abseits des Spielfeldes den Hut auf. Doch auch auf dem Platz wird alles dafür getan, dass sich die Middelser am Freitag von ihrer besten Seite präsentieren. Die neuformierte Elf von Trainer Uwe Langheim will dem haushohen Favoriten alles abverlangen.
Ebenfalls den Sprung in die Runde der letzten Acht hat der TuS Esens geschafft. Nach dem knappen 2:1-Erfolg in Weene kämpfen die Bärenstädter am Sonntag beim SV Großefehn um den Einzug ins Halbfinale – und damit um weitere 1000 Euro. Das erspielte Preisgeld fließt bei den Esensern zur Freude der Spieler in die Mannschaftskasse.
Entsprechend motiviert dürften die Bärenstädter am Sonntag im Mühlenstadion zu Werke gehen. In der Vorbereitung auf diese Partie hat Trainer Ralf Backhaus bereits das geplante Testspiel am Freitag gegen den TV Bunde gestrichen, damit die Esenser Mannschaft mit vollen Kräften ihr Viertelfinale angehen kann.
