Sande - Die Eishalle in Sande ist und bleibt der Hexenkessel der Regionalliga. Selbst gegen das Schlusslicht Hamburg Crocodiles standen am Samstag knapp 800 Zuschauer auf den Rängen und feuerten die Jadehaie an. „Zuhause zu spielen ist etwas Besonders. Da willst du dich immer gut präsentieren“, sagte ECW-Kapitän Nick Hurbanek. So eine Zuschauerkulisse ist keinesfalls selbstverständlich, wie er von den vielen Auswärtsfahrten weiß. Dass es im letzten Spiel der regulären Saison so viele Fans werden würden, damit hatte er nicht gerechnet. „Eigentlich ging es ja um nichts mehr“, sagte Hurbanek über den sportlichen Wert der Begegnung. Während die Jadehaie trotzdem Gas gaben, um ihre Fans nicht zu enttäuschen, fehlte den Hamburgern die nötige Anspannung. Die Folge war ein hochverdienter und ungefährdeter 9:1-Heimsieg der Sander.
Dabei waren die Crocodiles mit recht breit besetztem Kader angereist. Doch über weite Strecken der Partie waren sie nur Zuschauer auf Kufen. „Die haben sich nur hinten rein gestellt. Da kam nicht viel“, sagte Hurbanek, der vom Auftritt des Gegners enttäuscht war. „Aber das ist auch nicht einfach, wenn du die ganze Saison die Hütte vollkriegst“, fügte der ECW-Kapitän hinzu.
Im ersten Drittel machten die Jadehaie Druck, gingen mit 3:0 in Führung und hatten alles im Griff. Im Mitteldrittel schalteten sie einen Gang herunter, ohne dass die Hamburger ernsthaft für Gefahr sorgten. Im Schlussabschnitt sorgten die Sander für ein standesgemäßes Ergebnis. Die Zuschauer hätten gerne noch den zehnten Treffer ihrer Haie gesehen, doch es blieb beim 9:1.
Für die Crocodiles geht es nun in der Relegation mit den besten Drei der Verbandsliga weiter. Die Jadehaie hingegen spielen um den Titel. Am Samstag, 1. Februar, steht das erste Playoffspiel auf dem Plan. In eigener Halle geht es gegen den HSV Hamburg. Eine Woche später wartet ein Doppelspieltag auf die Sander. Zunächst müssen die Jadehaie am Samstag bei den Harsefeld Tigers antreten (8. Februar), ehe einen Tag später der EC Harzer Falken zu Gast in Sande ist. Weitere Heimspiele sind gegen die Salzgitter Icefighters (15. Februar), Harsefeld Tigers (16. Februar) und die Weserstars Bremen (8. März). Auswärts stehen nach der Partie in Harsefeld noch die Spiele in Braunlage (21. Februar), beim HSV (23. Februar) in Salzgitter (1. März) und in Bremen (6. März) an.
Auch wenn sich die Jadehaie gegen die Hamburg Crocodiles bereits für die Playoffs warm geschossen haben, gönnen sie sich keine Pause. Bereits morgen steht die nächste Trainingseinheit auf dem Eis an. Auch wenn es noch knapp zwei Wochen bis zum Aufeinandertreffen mit dem HSV sind, will der ECW die Spannung hochhalten. Die Sander werden alles daransetzen, ihren Fans am Ende der Saison wieder den Meister-Pokal präsentieren zu dürfen.
