Schillig - Die Organisatoren des Friesencross haben ein gutes Gespür für perfekte Bedingungen für ihre beliebte Laufveranstaltung. Auch bei der bislang letzten Auflage vor drei Jahren, war der Himmel über der wangerländischen Küste fast wolkenfrei.
Am Sonntag lockten Temperaturen um die 25 Grad und durchgängiger Sonnenschein zahlreiche Sportler, Urlauber und einheimische Zuschauer an den Strand nach Schillig.
Organisiert wurde der 17. Friesencross wieder vom MTV Hohenkirchen in Zusammenarbeit mit der Wangerland Touristik. Drei Jahre mussten sich Veranstalter und Teilnehmer jedoch gedulden, bis nun endlich wieder durch den Sand, über den Asphalt und als Höhepunkt beim Zehn-Kilometer-Wettbewerb durchs Watt gelaufen wurde.
Fünf Läufe für Jung und Alt
Der Tag begann mit dem Bambini-Lauf. Um 13 Uhr starteten die Jüngsten – zum Teil mit elterlicher Unterstützung – die 400 Meter über Wiese, Weg und Strand. Eine halbe Stunde später gingen die Kinder bis zehn Jahren an den Start. Die Distanzen wurden nun stetig gesteigert und MTV-Vorstandsmitglied Bernd Crudopf auf dem Führungsfahrrad schaffte es rechtzeitig wieder an die Start/Ziel-Linie, um nun die Strecke über 1000 Meter abzufahren. Erneut war der Applaus der Eltern und sonstiger Zuschauer groß, als die Kinder das Ziel erreichten.
Im dritten Durchgang waren die Jugendlichen bis 16 Jahren im 2000-Meter-Lauf an der Reihe. Der Fünf-Kilometer-Lauf lag mehrheitlich in der Hand der Urlaubsgäste, was eine schnelle Abstimmung nach dem gemeinsamen Aufwärmen ergab. Um 15 Uhr wurden die Siegerehrung der Juniorenklassen eingeschoben, bevor es um 16 Uhr zum Höhepunkt des Tages kam.
Freudige Gesichter nach einer Runde Schlick
Eine Strecke von zehn Kilometern führte die Athleten am Strand entlang, durchs Watt bis zur Wasserlinie und zurück zum Ufer ins Ziel. Dabei wirkten viele Läufer beim Eintritt in den Schlick zunächst gequält, doch eine Runde im Watt zauberte den meisten ein Lächeln ins Gesicht. .
Und auch Uwe Frerichs war zufrieden. Der Vorsitzende des MTV Hohenkirchen registrierte zwar deutlich weniger Teilnehmer als 2019 (da machten 849 Aktive mit), konnte damit aber gut leben. Die Gründe liegen für ihn auf der Hand: „Corona hat die Teilnehmerzahlen überall in den Keller rutschen lassen. Es ist jetzt an uns, an den Vereinen, das alles wieder aufzubauen.“
