Schortens - Elf Spieler reißen erleichtert mit Abpfiff die Arme hoch. Zehn andere gehen mit gesenkter Mine ratlos vom Platz. Der Heidmühler FC setzt im ersten Spiel in der Aufstiegsrunde ein dickes Ausrufezeichen: Und bezwingt den SV Turabdin Delmenhorst 8:3. Vorsichtiges abtasten beider Mannschaften? – Fehlanzeige. Nach 13 Minuten führte der Club vom Klosterpark bereits mit 2:0. Turabdin gab sich aber nicht auf und bewies Moral. Bis zur Halbzeit verkürzte er auf ein verdientes 3:3. Erst ein Doppelschlag von Tom Horn in der 53. Minute und Niklas Fasshauer in der 57. Minute ließ das Spiel in eindeutige Bahnen laufen. Turabdin machte 90 Minuten lang das Spiel – Heidmühle war dafür eiskalt vor dem Tor. Das wichtigste vom Spiel im Überblick.
Spieler des Tages
Da kommt nur einer in Frage: HFC-Stürmer Niklas Fasshauer bewies wahren Torriecher-Instinkt und knipste vier mal für seinen Club. Aber auch als Vorlagengeber zeichnete er sich aus. In der 69. Spielminute tunnelte er den gegnerischen Abwehrspieler im Strafraum und legte auf Samuel Stainbank ab, der die Kugel nur noch einschieben brauchte.
Pechvogel des tages
Das ist wohl der etatmäßige Kapitän Johannes Wielspütz, der auf Grund eines Infektes kurzfristig absagen musste. Das gute Abschneiden seiner Mannschaft ist da sicherlich Balsam für die Seele.
Aufreger des Spiels
Die euphorische Stimmung dämpfte in der 75. Spielminute der Delmenhorster Spieler Manuel Celik. Nach einem Frustfoul seitens des SV kam es zu einer Rudelbildung. Da hatte Celik seine Emotionen nicht im Griff und fasste einem HFC-Spieler ins Gesicht. Folgerichtig sah er für diese Aktion die Rote Karte.
Nach einer fünfminütigen Unterbrechung wurde dann endlich weiter Fußball gespielt.
Das sagen die Trainer
HFC-Trainer Daniel Oleksyn muss nach Spielende erst einmal durchschnaufen. „Es war ein unglaublich intensives Spiel. In der Höhe ging es dann vielleicht doch zu hoch aus, aber ein verdienter Sieg war es allemal: insbesondere durch eine kollektive Mannschaftsleistung kamen wir zum Erfolg.“ SV Atlas Delmenhorst-Trainer Christopher Demir war nach dem Spiel dagegen fassungslos und sprach von einem „kollektiven Versagen“ seiner Mannschaft.
