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Corona Sportbetrieb läuft langsam wieder an

Jens Schipper

Wiesmoor/Esens - Das Warten hat (langsam) ein Ende: Sowohl Golfer als auch Tennisspieler sind bereits auf ihre Sportstätten in der Region zurückgekehrt, Sportler aus anderen Disziplinen werden folgen. Wir haben beim Golfclub Ostfriesland und beim TC Esens nachgefragt, wie der kontaktarme Spiel- und Trainingsbetrieb im Freien nach dem Erlass der Landesregierung angelaufen ist.

Golf spielen im Corona-Modus

Große Erleichterung und eine Flut von Anfragen sind für den Golfclub Ostfriesland die Folgen der Lockerungen in der vergangenen Woche gewesen. „50 bis 100 E-Mails sind es an den ersten Tagen allein über Nacht gewesen“, berichtet Stephan Hüller, der Leiter der Anlage in Wiesmoor. Dazu kam, dass das Telefon tagsüber kaum einmal stillstand. Die Nachfrage nach der coronabedingten Spielpause ist groß. Noch in dieser Woche will der Club deshalb die Reservierungsmöglichkeit auch Online anbieten, damit Mitglieder und Gäste, die auch in Wiesmoor auf der Anlage willkommen sind, über die Homepage direkt ihre gewünschte Spielzeit buchen können. „Dadurch würden wir auch Zeit gewinnen, um andere Sachen zu erledigen“, erklärt Hüller.

Der Start an den ersten Tagen nach der Zwangspause erfolgte unter gewissen Auflagen: Gespielt werden darf nur zu zweit – und alle zehn Minuten darf ein neues Team starten. So können täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr etwa 120 Golfer in Wiesmoor auf der 27-Loch-Anlage an den Start gehen. Diese müssen sich dabei an bestimmte Vorgaben halten, die der Club für das Bälle schlagen auf seiner Anlage vorgibt. So sind unter anderem keine größeren Spielverzögerungen erlaubt. „Das Suchen von Bällen ist verboten. Es gilt, bei Ballverlust zügig mit einem neuen Ball weiterzuspielen“, heißt es unter anderem in den Richtlinien, die sich aus mehr als 30 Punkten zusammensetzen.

Einige Golfer kritisieren diese Bedingungen zwar, da sie nicht alle nachvollziehen können. Andere dagegen sind einfach nur glücklich, nach so vielen Wochen endlich wieder auf dem Golfplatz stehen zu dürfen. Das gilt auch für Stephan Hüller und sein Team. „Der Rasen musste auch in der Zeit gemäht und gepflegt werden, als der Platz nicht zugänglich war“, bezieht sich Hüller auf die laufenden Kosten in der Spielpause. Nun ist er froh, dass die Anlage in Wiesmoor wieder geöffnet ist und Golfbälle wieder geschlagen werden.

Wertschätzung für den Sport gestiegen

Zurück auf den Plätzen in der Region sind auch die Tennisspieler. „Wenn wir es im Tennis nicht hinkriegen, welche Sportart denn dann“, sagt Rolf Wibben, Tennislehrer beim TC Esens, mit Blick auf die Abstandsregelung. Seit den Lockerungen in der vergangenen Woche läuft der Trainingsbetrieb auf dem roten Sand wieder an. „Alle sind froh, wieder Tennis spielen zu dürfen“, berichtet Wibben. Die Wertschätzung für den Sport, bedingt durch die Corona-Zwangspause, sei bei den Akteuren enorm gestiegen. „Die Vorfreude ist jedem anzumerken“, sagt der B-Lizenz-Trainer.

Anders als vor Corona, als das Motto noch hieß „Kommen, gucken und spielen“, verweist der TC Esens nun seine Mitglieder und Gäste auf das Online-Buchungsportal „Book-andplay“. „Nur wer einen Platz gebucht hat, kommt bei uns auf die Anlage“, erklärt Wibben, der im Zuge dessen auch auf die Verhaltens- und Hygieneregeln hinweist. Sein Eindruck nach den ersten Spiel- und Trainingstagen: „Alle haben gelernt, mit der Situation umzugehen und halten sich an die Regeln. Selbst unsere älteren Damen, die seit Jahrzehnten immer dienstags ihr Doppel spielen, verzichten auf ihre Gewohnheiten und spielen stattdessen lange Bälle“, erzählt Wibben und lacht.

Wann möglicherweise der Punktspielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, vermochte der Tennislehrer noch nicht sagen und erklärt stattdessen: „Muss das denn überhaupt? Viele sind eh schon der Meinung, lasst es für dieses Jahr sein, und sind zufrieden, mit dem was sie haben.“

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