Wiesmoor - Die neue Saison wird für alle eine Herausforderung. Darin sind sich Trainer Uwe Groothuis und Mirko Hellmers als Sportlicher Leiter des Bezirksligisten Germania Wiesmoor einig. Coronabedingt wird im neuen Spieljahr sowohl sowohl auf, als auch neben dem Platz einiges anders laufen. Statt in einer eingleisigen Staffel wurde die Bezirksliga für die Saison 2020/21 zweigeteilt. Der Vorrunde mit Hin- und Rückrunde soll eine Auf- und Abstiegsrunde folgen. Es ist letztlich ein Kompromiss gewesen, auf den sich die Staffelleitung und die Vereine beim außerordentlichen Staffeltag Ende Juli geeinigt hatten. Denn die Vereine fühlten sich übergangen, als Anfang Juli die Pläne für das neue Spieljahr bekannt und die Staffeln ohne Absprache mit den Vereinen eingeteilt wurden. „Mit der Art und Weise waren auch wir nicht einverstanden“, blickt Hellmers zurück, „mit dem Kompromiss aber schon“, betont der Sportliche Leiter. An der Staffeleinteilung, die aus Wiesmoorer Sicht durchaus als unglücklich bezeichnet werden darf, änderte sich jedoch nichts. Statt der Duelle gegen die umliegenden Vereine aus Strudden, Aurich und Weene gibt es Spiele gegen Gegner wie Borssum, Larrelt und Bunde. „Dadurch fahren wir knapp 160 Kilometer mehr“, rechnet Hellmers vor. Dazu kommen in der Vorrunde die Zuschauereinnahmen aus den Heimspielen, die durch die fehlenden Derbys zurückgehen werden. „Nichts gegen Borssum, aber die bringen kaum Zuschauer mit“, weiß auch Trainer Uwe Groothuis. Lediglich im Derby gegen den SV Großefehn am 18. September erwarten die Verantwortlichen eine satte Heimspielkulisse – im Rahmen dessen, was die Corona-Verordnungen zulassen.
Wie vielerorts ist die Pandemie auch in Wiesmoor allgegenwärtig. „Wir sind derzeit nur damit beschäftigt. Andere Projekte bleiben dadurch schlichtweg auf der Strecke“, ärgert sich Hellmers, der mit seinem Team in den vergangenen Jahren einiges bewegt hat. Neben dem sportlichen Erfolg – es gelang der Durchmarsch von der Ostfrieslandklasse A in die Bezirksliga – hat sich der Verein auch abseits des Platzes weiterentwickelt. „Es hat sich einiges getan“, zollt auch Uwe Groothuis dem Respekt.
Dies wird auch bei der Zusammenstellung der Mannschaft deutlich: „Dreiviertel der Spieler stammen aus Wiesmoor und Umgebung. Das ist unser Weg, den werden wir auch weiterhin gehen“, merkt Hellmers an.
Selbst ein Jens Looger, der mit 51 Jahren weiterhin im Tor der Blumenstädter stehen wird, spielte einst für die JSG Wiesmoor. Mit Nico Pallasdies, Moritz Radde und Niklas Schmidt sind jetzt weitere Wiesmoorer Talente nachgerückt. Neu sind auch Robin Smidt, Leon Zimmermann und Jürgen Zimmermann. Letzterer soll der jungen Mannschaft, deren Altersdurchschnitt bei 24,1 Jahren liegt, mit seiner Erfahrung weiterhelfen.
„Jedes Spiel wird einem Endspiel gleichen“, erklärt Uwe Groothuis, der mit der Abstiegsrunde nicht zu tun haben will und dafür von Beginn an Punkte sammeln möchte. Dabei baut er in erster Linie auf Waldemar Schott, Mike Decker und Marcel Saathoff – seine Routiniers im Team.
