Wiesmoor - Die Bezirksliga-Fußballer des VfB Germania Wiesmoor haben in der Staffel Weser-Ems 1a eine Woche länger warten müssen, bis die Saison endlich startet als die ostfriesischen Nachbarn in Staffel 1b. Am Sonntag war es aber nun soweit und die Mannschaft von Trainer Frank Löning hat mit dem 3:2-Heimsieg gegen Blau-Weiß Borssum gleich die ersten drei Punkte eingefahren.
Wiesmoor begann dominant und suchte nach Ballgewinn immer wieder schnell den Weg in die Spitze – zumeist über die offensiv agierenden Außenverteidiger. Borssum hatte zunächst Schwierigkeiten, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und zeigte schon früh, dass es über die Zweikämpfe ins Spiel kommen wollte. Die Anfangsphase gehörte aber klar den Hausherren, allerdings vergaben sie erste Torchancen in der vierten und zehnten Minute. Borssums erster Schuss in Richtung Tor resultierte aus einem direkten Freistoß, der aber keine große Gefahr für VfB-Torwart Raik de Buhr darstellte. Zehn Minuten später sah das schon anders aus. Brian Wienekamp legte sich den Ball zum erneuten Freistoß zurecht und traf sehenswert in den Winkel zum 1:0 für Borssum – ein Tor aus dem Nichts. Wiesmoor spielte geduldig weiter und wurde in der 29. Minute durch Janek Swyters Ausgleichstor zum 1:1 belohnt.
Nach der Pause hatte die Germania die Partie weiter im Griff und es dauerte nur fünf Minuten, bis Hendrik Schulz die Blumenstädter mit 2:1 in Führung brachte. Danach verflachte die Partie, da Borssum den Spielfluss der Wiesmoorer stets unterband, ohne selbst Torgefahr auszustrahlen. In der 77. Minute kamen die Gäste dann doch einmal vor das VfB-Tor. Aus stark abseitsverdächtiger Position schob Jendrick Engelke zum 2:2 ein. So machte die Germania sich das Leben selbst schwer und musste in der Schlussphase die müden Beine vergessen. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war es Hilko Aden, der mit einem Schuss ins lange Eck für den am Ende verdienten 3:2-Sieg sorgte.
VfB-Coach Frank Löning zeigte sich nach Spielschluss grundsätzlich zufrieden mit der Leistung seiner Elf, sah aber noch viel Arbeit auf sie zu kommen: „Es war das erwartet schwere Spiel, aber wir haben Moral bewiesen. Trotzdem müssen wir noch viel lernen.“
