Wiesmoor - Kurz vor der Winterpause ist es inzwischen fast normal, dass Fußball-Tabellen nur wenig aussagekräftig sind. Zu groß ist der Unterschied in den absolvierten Partien der einzelnen Mannschaften. Der Grund sind regelmäßig unbespielbare Plätze. In diesem Jahr haben schon früh coronabedingte Absagen für schiefe Klassements gesorgt. Besonders betroffen ist die Staffel B der Bezirksliga. Larrelt und Großefehn haben schon sieben Partien hinter sich, Bunde erst drei. Und die Zeit der nassen und aufgeweichten Plätze hat noch gar nicht begonnen. Daher ist es für viele Trainer schwierig, die tatsächliche Stärke des nächsten Gegners anhand der Tabelle abzulesen. Das trifft auch auf Uwe Groothuis zu. Der Coach des VfB Germania Wiesmoor trifft mit seinem Team an diesem Wochenende auf das Spitzenduo der Liga – zumindest auf die beiden Mannschaften, die bislang die meisten Punkte gesammelt haben. Am Freitag um 20 Uhr ist der TuS Pewsum zu Gast in Wiesmoor, am Sonntag um 15 Uhr der SV SF Larrelt.
„Wer oben steht, hat es ja irgendwie verdient. Der hat die Punkte gesammelt“, sagt Groothuis, will die Tabellensituation aber nicht überbewerten. „Auf uns warten zwei schwere Aufgaben, die müssen wir so gut es geht lösen“, sieht er die Lage pragmatisch. Dabei sind ihm Doppelspieltage allgemein ein Dorn im Auge. „Wir sind Amateure, wir haben keinen Kader von 30 Leuten in der Hinterhand. Das passt einfach nicht zur Bezirksliga“, macht er seinen Standpunkt deutlich. Am Spielplan ändert das aber nichts. „Wir müssen sehen, dass wir da gut durchkommen und uns am Samstag gut erholen“, sagt er weiter.
Gegen Pewsum hat Wiesmoor das Hinspiel mit 0:2 verloren. „Da wollen wir jetzt natürlich die Revanche“, gibt der Trainer für das heutige Spiel vor. Dazu müsse die Leistung der vergangenen Wochen noch stabilisiert werden. Gefielen Groothuis die Auftritte gegen Bunde und Großefehn gut, war er mit dem Spiel in Uplengen nicht einverstanden. „Da muss mehr Kontinuität rein“, fordert er. Dass die Aufgabe gegen Larrelt einfacher wird, glaubt er nicht. „Die hatte ich schon vor der Saison oben erwartet“, sagt er voller Respekt vor dem Gegner am Sonntag.
Personell ist der VfB Germania Wiesmoor recht gut aufgestellt. Verzichten muss Groothuis allerdings auf Marcel Saathoff und Robin Smidt. „Wir werden uns da was überlegen, wen wir bringen können“, will sich der Trainer von den beiden Ausfällen nicht aus der Ruhe bringen lassen.
