Wilhelmshaven/Ahlen - Stimmungstechnisch ist die Friedrich-Ebert-Halle in Ahlen am Samstagabend fest in Wilhelmshavener Hand gewesen. Die mitgereisten Fans gaben klar den Ton an. Sportlich sah es dagegen zumindest 45 Minuten anders aus. Im Drittliga-Duell taten sich die Handballer des Wilhelmshavener HV lange schwer. Erst in der letzten Viertelstunde setzten sie sich bei der Ahlener SG noch zum 29:24-Endstand ab.

Schon im Vorfeld der Partie musste WHV-Trainer Christian Köhrmann seine Personalplanung ändern. Bartosz Konitz hatte sich in der Nacht zuvor mit Magen-Darm-Problemen abgemeldet. Zudem sollte Matej Kozul nicht eingesetzt werden, damit er weiterhin für die zweite Mannschaft spielberechtigt ist. Eine weitere Hiobsbotschaft musste Köhrmann in der 22. Spielminute hinnehmen. Sebastian Maas kam nach einem Tempogegenstoß unglücklich auf und musste mit Knieproblemen aus der Halle getragen werden. „Spekulationen bringen jetzt gar nichts. Wir müssen das MRT abwarten und hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist“, sagte der Trainer.

Auch handballerisch lief nicht alles nach Plan. Der WHV verpasste es, sich schon im ersten Durchgang entscheidend abzusetzen. „Wir haben zu viele Fahrkarten geworfen. Wir führen mit zwei Toren und schaffen es in Überzahl nicht, den Deckel drauf zu machen“, bilanzierte Köhrmann. Statt mit einer möglichen Vier-Tore-Führung gingen die Wilhelmshavener mit einem 12:13-Rückstand in die Kabine.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Beim Stand von 18:15 zeigte sich, warum die Ahlener tif im Abstiegskampf stecken. Statt ruhig weiterzuspielen, verloren sie Linie, verwarfen einen Siebenmeter und kassierten sechs Treffer in Folge. Der WHV hingegen nutzte seine Chancen nun konsequent und setzte sich bis zum 29:24-Endstand ab.

Jochen Schrievers
Jochen Schrievers Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung