Wilhelmshaven - Jetzt gilt es: Nach 22 Vorrunden-Spielen und Platz 1 in der Gruppe B der 3. Liga starten die Handballer des Wilhelmshavener HV am Samstag um 19.30 Uhr in der Nordfrost-Arena die „Mission Wiederaufstieg“. Zu Gast ist der Zweite der Staffel A, der TSV Altenholz, der seine Auftaktpartie gegen Spenge mit 31:32 verlor.
Fünf Gruppenspiele und zwei mögliche Überkreuzvergleiche mit der anderen Sechserstaffel stehen den Wilhelmshavenern beim Unterfangen, in die 2. Liga zurückzukehren, im Weg. Dort verabschiedete sich das Team am 26. Juni 2021 mit einer 23:36-Niederlage beim EHV Aue.
Dass der WHV im Falle einer sportlichen Qualifikation auch den Sprung zurück in die 2. Liga vollziehen wird, daran lässt Dieter Koopmann keinen Zweifel. Die Einschränkung formuliert der Manager aber gleich mit, denn finanzielle Drahtseilakte wird es nicht geben. „Wir gehen dann mit einem Drittligakader in die 2. Liga.“
Das nötige Kribbeln vor dem Saisonfinale hat auch WHV-Trainer Christian Köhrmann bei seinen Spielern festgestellt. „Alle sind heiß und haben Bock auf die Aufstiegsrunde – selbst ein Spieler wie Rene Drechsler, der mit seinen 31 Jahren ja schon ganz viel beim WHV erlebt hat.“
Ein gutes Beispiel, denn der Linkshänder ist zuletzt nach längerer Verletzungsauszeit wieder prächtig ins Rollen gekommen. Köhrmann: „Die zusätzlichen Laufeinheiten neben Krafttraining und Handball haben ihm gutgetan.“
Alle WHV-Wackelkandidaten stehen zwei Wochen nach dem Vorrundenabschluss gegen Aurich (27:26) zur Verfügung. Das größte Fragezeichen stand hinter Linksaußen Vedran Delic, der vor dem finalen Doppelspieltag umgeknickt war, später noch über Schmerzen im Arm klagte und letztlich eineinhalb Wochen nicht trainieren konnte. Eine Woche pausierte Rechtsaußen Duje Maretic wegen seiner Rückenprobleme.
Frühestens in einer Woche könnte es bei Gabrijel Misetic für Kurzeinsätze reichen. Der Kreisläufer hatte zwar schon wieder einen Ball in der Hand, im Mittelpunkt steht aber noch der Muskelaufbau.
Voll eingebunden war zuletzt auch Nachwuchsmann Jan Bennet Behrends. Köhrmann: „Das dient auch schon der Vorbereitung auf die nächste Saison, wo er dann fest zum Kader gehören wird.“
Vertragsverlängerung
Ein Kardio-MRT steht noch bei Rückraumspieler Tobias Schwolow (Herzmuskel-Entzündung) aus. Erst dann kann über einen kompletten Wiedereinstieg ins Training entschieden werden. Fest steht aber bereits, dass der Vertrag mit dem 31-Jährigen, der sich in dieser Spielzeit mit einer wahren Verletzungs-Odyssee konfrontiert sah, verlängert wird. Koopmann: „Über einen Spieler, der so viel für den Verein geleistet hat, werden wir nicht den Stab brechen. Ich habe volles Vertrauen in den Trainer und in den Spieler, dass er wieder topfit wird.“
Zur Spielvorbereitung hat sich der WHV-Trainer etliche TSV-Spiele – in der Vorrunde wurden elf Punkte abgegeben – angeschaut. Die wesentliche Erkenntnis: Egal, wie viele Tore das Team von Trainer Andre Lohrbach wirft – reichlich Tempogegenstöße sind immer dabei. Beim 31:32 gegen Spenge spielte Altenholz einen „Grand ohne vier“ (Kreisläufer), heute dürfte das Team weitgehend komplett sein.
2000 Zuschauer sind für die Aufstiegsrunden-Partie des Wilhelmshavener HV gegen den TSV Altenholz zugelassen. Es gilt die 2G-plus-Regel. Bis zum Platz muss eine FFP 2-Maske getragen werden, die dort abgenommen werden kann. Corona-Schnelltests sind weiterhin vor Ort im Foyer der Nordfrost-Arena möglich.Einen Livestream gibt es für alle Fans, die es nicht in die Halle schaffen, wieder (kostenpflichtig) bei sportdeutschland.tv.Neben dem WHV startet heute auch Eintracht Hildesheim in die Aufstiegsrunde. Um 19.15 Uhr ist das Ex-Team von WHV-Keeper Jakub Lefan beim TuS Spenge zu Gast.Für die Wilhelmshavener geht es nach dem Heimspielauftakt dreimal auswärts weiter. Team und Fans sind dann beim TuS Vinnhorst (Samstag, 9. April, 18 Uhr), beim 1. VfL Potsdam (Sonntag, 24. April, 16 Uhr) und danach bei Eintracht Hildesheim (Sonntag, 8. Mai, 17 Uhr) gefordert. Die Aufstiegsrunde endet für die Jadestädter am Samstag, 14. Mai (19.30 Uhr), mit einem Heimspiel gegen den bisherigen Staffel-Konkurrenten Spenge. Die ersten beiden Teams der Gruppe 1 spielen im Anschluss an die Gruppenphase im Überkreuzvergleich zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga aus. Bei Punktgleichheit zählt zunächst der direkte Vergleich, erst danach die Tordifferenz.
