Wilhelmshaven - In der Fußball-Kreisliga beginnen die Spieltage der Wahrheit. Bis zum 12. Juni kämpfen acht Teams – darunter der WSC Frisia II und die SG Wangerland – in einer Einfachrunde um zwei Aufstiegsplätze zur Bezirksliga, nur vier der zehn Mannschaften in der Abstiegsrunde – hier ist RW Sande am Start – halten die Klasse. Die Ergebnisse der Vorrunde haben in beiden Spielrunden keine Bedeutung mehr.
Die Heimrecht-Frage war kein Zufall: Wer in der Hinrunde gegen ein Top 8 auf eigenem Platz gespielt hat, muss jetzt gegen diesen Gegner reisen. Für den WSC Frisia II bedeutet das zum Beispiel einen Start mit zwei Auswärtsspielen, die Wangerländer haben zunächst zweimal und insgesamt viermal Heimrecht.
TuS Eversten – WSC Frisia II (Freitag, 19.30 Uhr): Die Gastgeber sind als Tabellenachter gerade noch in die Aufstiegsrunde gerutscht. Das Vorrunden-Spiel gewann Frisia II mit dem allerletzten Aufgebot Anfang April 3:2.
Diesmal sieht es personell deutlich besser aus. Zwar fehlen mit Julian Mülder (1. Mannschaft) sowie den verletzten Keno Krebs und Thore Hartmann und dem gesperrten Thorge Sorg vier Stammkräfte, dafür wird der zuletzt im Landesliga-Team nicht berücksichtigte Dennis Müller mit von der Partie sein.
Für die Trainer Florian Eilts und Tim Eisenhauer kann es vor den finalen sieben Spielen nur eine Ansage geben. Eilts: „Wir spielen nicht die Aufstiegsrunde, um Dritter zu werden. Wir wollen das Maximale herausholen.“
Dabei hat ein Umdenkprozess stattgefunden mit Blick auf Teams wie Vorrunden-Primus Ohmstede (15 Gegentore in 17 Spielen) oder Wiefelstede (24), denen Eilts (35 Gegentore mit Frisia) immer noch viel zutraut. „Wir werden auch in Eversten tiefer stehen. Das ist zwar nicht attraktiv und auch gegen unsere Überzeugung, aber damit holst du Punkte.“
Das Problem für die Reserve: Steigt die Erste in die Bezirksliga ab, wäre die Aufstiegstür für Frisia II zu.
SG Wangerland – TuS Jaderberg (Sonntag, 15 Uhr, Hohenkirchen): Auch im Wangerland hat die gute Vorrunde Begehrlichkeiten geweckt. Trainer Thorben Wehmeyer: „Ich habe meine Jungs gefragt: Was wollt ihr? Einen lockeren Ausklang der Saison und hin und wieder ein paar Bierchen trinken? Oder wollen wir aufsteigen? Da gab es eine klare Meinung in der Mannschaft: Wir wollen unter die ersten Zwei.“
Die Ambitionen spiegeln sich auch im Training wider. Wehmeyer: „Zuletzt hatten wir immer 18, 19 Mann dabei. Die Jungs sind noch nicht zufrieden mit dem Erreichten.“
In der Vorrunde verloren die Wangerländer den „Sommerkick“ (Wehmeyer) in Jaderberg mit 2:4.
SVG Berne – RW Sande (Sonntag, 15 Uhr): Nur drei Siege in 17 Spielen – für RW Sande ist das Schnee von gestern. Trainer Michael Janßen: „Für uns ist dieser Modus, dass alle wieder bei Null anfangen, optimal. Die Ergebnisse spielen in der Tabelle keine Rolle mehr, als Trainer kannst du aber sagen: Jungs: Repariert bitte dieses 0:7.“ Ganz so schlimm war es gegen Berne in der Vorrunde nicht. Das 2:4 gehörte aber wie viele andere Spiele der Rot-Weißen in die frustrierende „Da-haben-wir-kräftig-mitgeholfen“-Kategorie.
Worauf es in den „neun Endspielen“ (Janßen) ankommt, liegt für den Trainer auf der Hand. „Fußball muss auch gespielt werden, aber wir brauchen erst einmal Kampf, Wille und Hackengas.“ Mithelfen werden die Winterneuzugänge Dominic Buchtela und Meikel Mischael (beide VfL).
