Wilhelmshaven - Viel vorgenommen hatten sich die Oberliga-Handballerinnen des WSSV im Heimspiel gegen die sportlich ebenfalls angeschlagene HSG Hude/Falkenburg. Nach der 24:26-Heimniederlage schlichen die Spielerinnen aber Sonntag am frühen Abend mit hängenden Köpfen in die Kabine. Eine vermeidbare Pleite, vor allem weil die Jadestädterinnen zur Pause noch mit 13:10 Toren geführt hatten.
„Die zwei Punkte hätten uns wirklich sehr gut zu Gesicht gestanden“, ärgerte sich Trainer Hanjörg Helms über die Niederlage, die (mit voller Besetzung) sicher vermeidbar gewesen wäre. „Es ist wirklich schade, dass uns in dieser Phase wichtige Spielerinnen wie Katharina Schanko, Lena Lange-Emden oder auch Larissa Ricklefs fehlen.“
Im ersten Durchgang lief beim WSSV noch vieles nach Plan: Nach 3:5-Rückstand war man beim 6:6 wieder im Spiel und gewann in der Folge von Minute zu Minute mehr Oberwasser. Janina Lehmann, Melanie Cronenberg und Pia Mertens warfen eine 9:8-Führung heraus, die die Gastgeberinnen in ihrer besten Phase dieses Spiels bis zum Pausenpfiff sogar auf 13:10 ausbauten.
Die Unterbrechung schien dem WSSV aber nicht gut bekommen zu sein: Hude (ohne Haupttorschützin Mareike Zetzmann und die US-Amerikanerin Ashley Butler) kam griffiger aus der Kabine und drängte die Gastgeberinnen mit Eins-gegen-Eins-Aktionen mehr und mehr in die Defensive.
„Leider haben wir Lisa-Marie Hillmer nicht in den Griff bekommen“, sagte Helms mit Blick auf die zehnfache Torschützin der Gäste, die auch in der Schlussphase entscheidende Nadelstiche setzte. Beim 18:18 (39.) war die Partie wieder offen, wenig später lag die HSG nach einem Faske-Doppelpack wieder mit zwei Tore vorne.
Der WSSV versuchte mit allen Mitteln, das Blatt erneut zu wenden – leistete sich aber zu viele Fahrkarten oder scheiterte an der starken Gäste-Torhüterin. Helms: „Am Ende sind es 26 Fehlwürfe. Einfach zu viele, um so ein Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Schade, für die kämpferische Leistung hätten wir einen Punkt verdient gehabt.“
Viel Zeit, den erneuten Rückschlag zu verarbeiten, haben die Jadestädterinnen nicht: Schon am Donnerstag steht das Nachholspiel bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn an.
WSSV: Ditzel, Hoveling; Lehmann 7, Mertens 6, Freudenberg 3, Willms 2, Cronenberg 2, Redler 2, Maas 1, Eisenhauer 1, Menke, Altdorf.
