Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Lockdown-Challenge Goldene Laufschuhe für die Siegerteams aus der Region

Wilhelmshaven - Wenn ein Kräftemessen im Schwimmbecken unmöglich ist, muss es eben an Land verlegt werden. Nachdem der letzte Wettkampf rund fünf Monate zurückliegt, haben die Wilhelmshavener Schwimmvereine, die Startgemeinschaft (STV und VfL) sowie der WSSV, diesen Gedanken in die Tat umgesetzt.

Hatte der WSSV schon vorher zwei interne Challenges absolviert, hatten nun alle jadestädtischen Vereinsschwimmer die Möglichkeit, ihr Team zu unterstützen. Gewertet wurden laufend, per Fahrrad oder Inline-Skates zurückgelegte Strecken in vier Altersklassen und einer Extragruppe mit Geschwistern und Eltern. Der Nachweis erfolgte per „Fotobeweis“.

Über 100 Teilnehmer und über 4000 Kilometer

Für jede Gruppe wurde der Kilometerdurchschnitt errechnet, wobei die Fahrradleistungen durch drei und die Inlinestrecken durch zwei geteilt wurden. Insgesamt nahmen 124 Aktive (70 SG, 54 WSSV) an der sportlichen Herausforderung teil und legten zusammen 4688,85 Kilometer zurück. Davon 3915,45 läuferisch, 750,05 mit dem Fahrrad und 23,35 auf Inlinern.

In der Altersklasse der jüngsten Schwimmer (Jahrgänge 2011 und jünger) setzte sich der WSSV mit einem Kilometerdurchschnitt von 47,64 gegen die SG-Youngster (39,84) durch. Auch bei den Jahrgängen 2008 bis 2010 siegte der WSSV mit 77,03 km (SG 45,70). Dafür hatten die Nordstädter in den Jahrgängen 2005 bis 2007 mit 75,79 km klar die Nase vor den Grün-Weißen (60,49).

In der Altersklasse 2004 und älter setzte sich der WSSV mit 107,14 zu 103,70 km durch. Die Eltern und Geschwister der SG-Aktiven waren denen des WSSV mit 57,07 zu 51,50 km überlegen, so dass am Ende drei der fünf Pokale an den WSSV gingen.

Beste Einzelleistung mit über 250 Kilometern

Die beste Einzelleistung im gesamten Teilnehmerfeld lieferte Emily Letkemann (Jahrgang 2003) aus der Leistungsgruppe 2 des WSSV mit beachtlichen 268,53 km ab. Ihr folgten Ingo Thomßen (1970, WSSV, 253,83) und Thomas Janßen (SG, 225,36). Außerordentlich war auch die Leistung des erst 13-jährigen Mika Hörig, der mit 203,89 Kilometern weit mehr lief als die Konkurrenten in seiner Altersklasse.

Und der Jüngste im Feld, Fiete Peters (Jahrgang 2019!) brachte es auf stolze 57,48 Kilometer, was einen Durchschnitt von mehr als vier Kilometern pro Tag bedeutet. „Wenn da nicht eher ein Lauf- als ein Schwimmtalent heranwächst“, orakelt Thomßen.

Insgesamt 27 Teilnehmer legten während der zweiwöchigen Challenge mehr als 100 Kilometer zurück. Angestachelt vom drohenden Kopf-an-Kopf-Rennen legten viele an den letzten Tagen bei eisigen Temperaturen von bis zu -12°C noch einmal ordentlich zu. Vor allem Benedikt Weschenfelder (SG), der am letzten Tag satte 47,66 Kilometer lief. Auch Letkemann fügte ihrem Konto beeindruckende 35,75 Kilometer hinzu.

Ergebnisse tagesaktuell auf der Website

WSSV-Trainerwartin Lina Thomßen sorgte zusammen mit SG-Schwimmwartin Stefanie Gründler, die die Ergebnisse sammelte, sowie Stefan Neumann (SG) und Olaf Amelsberg (WSSV), die die Resultate tagesaktuell auf den Vereins-Webseiten veröffentlichten und die Aktiven damit stets auf Stand hielten, für einen reibungslosen Ablauf der Challenge.

„Ich freue mich riesig, dass das Ziel – möglichst viele Leute zu animieren, vom Sofa aufzustehen und draußen Sport zu machen – auch trotz der widrigen Wetterbedingungen mit Sturm, Regen, Schnee und Eiseskälte – mehr als erreicht wurde“, sagt Initiatorin Lina Thomßen.

Für jedes Siegerteam gab es vom Vorsitzenden Stefan Neumann einen Pokal in Form eines Laufschuhs. Sicher ungewohnt für Schwimmer, aber eine dieser kuriosen Randnotizen in besonderen Zeiten. Nun hoffen allen Beteiligten, dass sie das Training auf gewohnt nassem Terrain möglichst bald wieder aufnehmen können.

Carsten Conrads
Carsten Conrads Sportredaktion
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Podcast
Verlässt im Sommer den VfB: Marcel Appiah

NEUE FOLGE NORDWESTKURVE Warum der VfB Oldenburg seine Verjüngungskur vorantreibt

Lars Blancke Sarom Siebenhaar
Oldenburg
Haben das Demokratiefest am 11. Mai in Schortens aus Sicherheitsgründen abgesagt: die Veranstalter (von links) Detlef Kasig, Axel Homfeldt und Wolfgang Ottens.

SICHERHEITSGRÜNDE Veranstalter sagen Fest für Demokratie in Schortens ab

Jever
Da hofften sie noch auf ein buntes Familienfest (von links): die Initiatoren von „Rock durch die Mitte“ Detlef Kasig (SPD), Axel Homfeldt (CDU) und Wolfgang Ottens (Grüne).

DEMOKRATIE-FEST IN SCHORTENS ABGESAGT Initiatoren sehen Sicherheit am 11. Mai gefährdet

Jeversches Wochenblatt
Schortens
Mit der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene wird auch Jugendlichen suggeriert, dass Kiffen in Ordnung ist.

DROGENKONSUM BEI JUGENDLICHEN Die Reifung von Hirn und Emotionen bleibt beim Kiffen auf der Strecke

Anja Biewald
Oldenburg
Die Baskets Oldenburg um Alen Pjanic (links) können in der Tabelle klettern. Vechta und Wes Iwundu fehlen noch ein Sieg im Playoff-Rennen.

BASKETBALL-BUNDESLIGA Das ist für Baskets Oldenburg und Rasta Vechta noch drin

Niklas Benter
Oldenburg