Wilhelmshaven/Heidmühle - Komplett umorganisieren musste der VfL Osnabrück als Ausrichter der Bezirksmeisterschaften den zweitägigen Wettkampf im „Nettebad“: Wegen Corona war es nicht möglich, dass sich (wie sonst üblich) mehr als 500 Sportler, Trainer und Betreuer gleichzeitig in der Halle aufhalten. Also wurde das Wochenende in vier Abschnitte geteilt, in denen jeweils nur zwei oder drei Jahrgänge starteten.
Wilhelmshavener SSV
Leidtragende dieser Maßnahme waren u.a. die Jadestädter: Die WSSVer meldeten trotz mehr als hundert geschwommener Pflichtzeiten nur für 43 Rennen, da die Regenerationszeit zwischen den Starts durch die verkürzte Wettkampfdauer (nur 2,5 Stunden) sonst nicht ausgereicht hätte.
Trotz der schnellen Startfolge freute sich Trainer Ole Jantzen über 27 Medaillenplätze. Dabei holten drei Aktive jeweils zweimal Gold: Am erfolgreichsten war Meret Retzlaff (Jahrgang 2006), neben ihren Siegen über 50 und 200 Meter Schmetterling noch zweimal Silber und einmal Bronze holte. Zudem belegte sie trotz ihrer 14 Jahre über 50 Meter Schmetterling in der offenen (jahrgangsunabhängigen) Wertung Rang drei.
Jasmin Elpel (2005) holte neben ihren Siegen über 100 Meter Brust und 50 Meter Rücken ebenfalls zweimal Silber. Dritte Doppelsiegerin war Manja Weber (1998), die über 50 und 100 Meter Freistil nicht zu schlagen war und zudem einmal Bronze holte. Oliver Hergert’s (1998) Bilanz: Gold (50 m Schmetterling), zweimal Silber und Bronze. Auch Lina Thomßen (2001) stand auf jeder Stufe des Siegerpodestes – ganz oben nach dem Sieg über 100 Meter Freistil.
Je zweimal Silber und Bronze gab es für Celina Haake (2007), die jüngste WSSV-Teilnehmerin Janne Thomßen (2009) kam auf zweimal Silber und einmal Bronze. Zudem verbesserte sie ihre Bestmarke über 200 Meter Freistil um 30 (!) Sekunden. Marje Thomßen (2006/Bronze) komplettierte die Medaillen-Bilanz des WSSV, Dejan Mikic (2008) platzierte sich im Mittelfeld.
„Insgesamt hab ich 18 neue persönliche Bestzeiten notiert“, sagte Jantzen. „Damit können wir nach der langen Pause sehr zufrieden sein. Für die Landesmeisterschaften im November in Hannover sehe ich uns sehr gut vorbereitet.“
SG Wilhelmshaven
Zehn Aktive der SG Wilhelmshaven absolvierten 28 Starts und freuten sich nach elf Podestplätzen ebenfalls über ein tolles Teamergebnis. Schnell unterwegs war vor allem Muriel Sudhoff (2001), die bei drei Starts einen Sieg feierte und zweimal Zweite wurde. Benedikt Weschenfelder (2001) vergoldete seine Rennen über 200 Meter Brust und Schmetterling – bei letzterem steigerte er seine Bestzeit um acht Sekunden. Titel Nummer vier für die Nordstädter holte Mika Omland (Foto) über 200 Meter Brust.
„Das war schon ein komisches Gefühl, seine Schützlinge weder betreuen noch anfeuern durfte,“ gab Trainerin Yvonne Dankert etwas betrübt zu Protokoll. „Vier komplett voneinander getrennte Abschnitte und man durfte sich nur auf seinem Sitzplatz aufhalten. Die Maske durfte nur zum Start abgesetzt werden – so macht das wirklich keinen Spaß.“
Trotzdem war die Trainerin mit den Leistungen zufrieden: „Seit Ende Februar haben wir keine Wettkämpfe mehr bestritten, dafür waren die Platzierungen wirklich gut. Schön, dass sich Renke Röben über 50 Meter Brust erneut für die Landesmeisterschaften qualifiziert hat.“ Für das Kampfgericht stellten sich in Osnabrück Yvonne Dankert, Dana Klische und Ulrike Onken-Röben zur Verfügung.
Heidmühler FC
Erfolgreichste Schwimmerin der Schortenser war Svea Fellensiek (2005), die über 50 Meter Brust und Freistil sowie über die 100 Meter Freistil gewannen. Silber über 200 Meter Schmetterling rundete ihre tolle Bilanz ab. Talea Fellensiek (2004) holte je einmal Silber und Bronze.
Neuzugang Silke Amelsberg (2005) feierte ein gelungenes Wettkampf-Debüt für den HFC mit einem vierten und einem fünften Platz. Milena Fellensiek (Foto/2007) verpasste als jüngste Sportlerin im Schortenser Aufgebot den Sprung in die Top 10 im Bezirk.
