Wilhelmshaven/Konstanz - Der Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat am Samstag noch vor Ort einen Einspruch gegen die Wertung des Spiels in Konstanz eingelegt. Aus Sicht der Gäste fiel das 34:30 nach dem Ende der regulären Spielzeit. Diese Sichtweise wurde im Spielbericht vermerkt und soll Anfang der Woche noch einmal „offiziell“ nachgelegt werden.

Für WHV-Trainer Christian Köhrmann stellte sich die Schlussphase so dar: „Die Schiedsrichter haben Freiwurf gepfiffen – und da waren die 60 Minuten vorbei. Und dann dachten alle: Jetzt gibt es noch einen direkten Freiwurf und das war es dann. Die Schiedsrichter haben sich dann noch einmal mit dem Kampfgericht verständigt und plötzlich gab es noch einmal drei Sekunden obendrauf.“ Dem Einspruch räumt der WHV-Trainer keine großen Chance ein. „Ich glaube nicht, dass das Erfolg hat. Aber so ist die Regel – und deshalb müssen wir so reagieren.“

Die Schlussphase weckte Erinnerungen an die letzte Aufstiegsrunden-Partie der HSG gegen Pfullingen. Da war ein Tor der Gäste, das Pfullingen Platz eins in der Gruppe beschert hätte, aberkannt worden, weil es nicht mehr innerhalb der regulären Spielzeit erzielt worden war. Die Schiedsrichter hatten den Treffer gegeben, das Kampfgericht aber auf die abgelaufene Spielzeit verwiesen. Köhrmann: „Die drei Sekunden, die sie Pfullingen geklaut haben, gab’s jetzt gegen uns obendrauf.“ Eine Rote Karte für Alexander Coßmann ebenfalls.

Für den enttäuschten Matej Kozul ist die Entscheidung, Protest einzulegen, richtig. „Auch wenn es vielleicht nur Symbolik ist – uns Spielern gegenüber zeugt das von Respekt, denn wir haben alles reingehauen und waren handballerisch das klar bessere Team.“