Wilhelmshaven - Ein echtes Ausrufezeichen setzten gestern Abend die Verbandsliga-Handballer des Wilhelmshavener HV II: Im Heimspiel gegen Spitzenreiter TV Oyten revanchierten sich die Jadestädter für die deutliche 25:36-Hinspielpackung und gewannen in der Nordfrost-Arena knapp mit 30:28 Toren.
In einer spannenden Schlussphase bewahrten die Gastgeber beim Stand von 29:28 im letzten Angriff kühlen Kopf. Liam Vogt gelang 20 Sekunden vor dem Abpfiff das entscheidende Tor zum Endstand. „Wir haben uns vom Rückstand in der ersten Halbzeit nicht beeindrucken lassen und weiter an den Sieg geglaubt“, sagte Trainer Matej Kozul. „Dafür haben sich die Jungs am Ende zum Glück auch belohnt.“
In Durchgang eins taten sich die Jadestädter schwer gegen die etwas unorthodoxe Deckung der Gäste. Kozul: „ Wir haben zu viele Fehler gemacht, obwohl die Lösung eigentlich ganz einfach war. Dadurch haben wir zu viele Tore über den Gegenstoß bekommen. Im gebundenen Spiel hatten wir Oyten eigentlich gut im Griff.“
Nach „sachdienlichen Hinweisen“ in der Kabine, lief es nach dem Wechsel auch offensiv rund beim WHV II. Beim 12:12 war man wieder im Spiel und lag nach 45 Minuten erstmals mit drei Toren vorne (20:17).
Vor allem Linkshänder Okke Dröge war von der Abwehr des Spitzenreiters überhaupt nicht halten. Zwölf Tore gingen auf sein Konto – und zahlreiche gute Aktionen in der Abwehr. Auch Torwart-Einzelkämpfer Yascha Senf trug (vor allem in der ersten Halbzeit) seinen Teil zum Erfolg bei.
Top-Torschütze Justin Herrmann musste sich gestern hingegen nur mit zwei Siebenmetertoren begnügen. Eine „erzieherische Maßnahme“ von Kozul für die mangelnde Trainingsbeteiligung seines wurffreudigen Spielmachers, der auf der Bank schmorte.
WHV II: Senf; Dröge 12, Behrends 4, Weiner 4, Hackstein 3, Vogt 3, Herrmann 2/2, Lehmann 1, Frackowiak 1, Toben, Koch, Neumann, Kaschke, Albers.
