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Tabellenführer gestürzt Eishockey-Regionalligist ECW Sande siegt auch am Wurmberg

Klaus Schwarz

Wilhelmshaven/Sande - Erfolgreicher Doppelspieltag für den Eishockey-Regionalligisten ECW Sande. Nach dem klaren 6:2-Heimerfolg über die Salzgitter Icefighters am Samstag gelang den „Jadehaien“ am späten Sonntagabend der nächste Paukenschlag: Bei Tabellenführer Harzer Falken gab es einen knappen 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0)-Sieg nach Verlängerung. Durch diese beide Erfolge verdrängte man den direkten Konkurrenten aus Salzgitter in der Tabelle vorerst auf den dritten Platz.

Cmutovs erwischt Sahnetag

Im Braunlager Wurmbergstadion mussten die Gäste auf zahlreiche Akteure verzichten. Nur zwölf Feldspieler und die Torhüter Maksims Cmutovs und Emil Hacke traten die Reise zum souveränen Spitzenreiter an. Die Trainer Nick Hurbanek und Slawa Koubenski hatten sich einen Matchplan zurechtgelegt. „Wir wollten in der Abwehr geordnet stehen und uns nicht wie im Hinspiel überraschen lassen“, sagte Hurbanek.

Dies gelang den Gästen in überragender Manier, auch weil Cmutovs einen Sahnetag erwischt hatte. Hurbanek: „Maksims hat uns auch in schwierigen Situationen immer im Spiel gehalten.“ Vor 644 Zuschauern entwickelte sich im Braunlager Eisstadion eine Partie, die dem Prädikat Spitzenspiel gerecht wurde – und darüber hinaus auch ausgesprochen fair verlief.

Faire Begegnung im Wurmbergstadion

Die Hauptschiedsrichter Patrick Umlauf und Kieran Schuster hatten keine Probleme und sprachen insgesamt nur zehn Strafminuten für beide Mannschaften aus. Die beiden ECW-Abwehrreihen Vladislavs Balakuns, Edgars Mamajs und Eriks Zubulis, Toms Bärens ließen vor dem überragenden Cmutovs im Tor nicht viel zu und stellten die zweitbeste Offensive der Nordstaffel (bislang 110 Toren in 17 Spielen) immer wieder vor Probleme. Im Angriff agierten die Trainer mit den beiden Centerspielern Sergejs Piskunovs und Vladislavs Barkovskis.

Trotzdem gingen die Falken nach einer knappen Viertelstunde durch Filip Mrava in Führung. Den 0:1-Rückstand aber glich Artjoms Tretjakovs nach Vorarbeit von Vladislavs Balakuns und Tim Maier schon kurz nach Beginn des zweiten Spielabschnitts wieder aus (23.).

Barkovskis trifft in der Verlängerung

Als der Kanadier Regan Nagy die Gastgeber nach 35 Minuten erneut in Front schoss, wähnten die Falken-Fans ihre Mannschaft bereits auf der Siegerstraße. Die Harzer hatten aber wohl nicht mit dem unbändigen Kampfgeist der „Jadehaie“ gerechnet. In allerletzter Sekunde setzte Marian Dejdar seinen Stürmerkollegen Vladislavs Barkovskis in Szene, der den ebenfalls starken Braunlager Schlussmann Taylor Dupuis zum 2:2-Ausgleich überwand.

In der anschließenden Verlängerung (Overtime) krönten die Gäste dann ihren Auftritt, als erneut Barkovskis (Vorlage Tretjakovs) im Spiel drei gegen drei zur Stelle war und die schwarze Hartgummischeibe im Gehäuse der Gastgeber versenkte. In der Tabelle überflügelten die „Jadehaie“ die Konkurrenz aus Salzgitter und verbesserten sich auf den (mit Blick auf die Playoffs wichtigen) zweiten Platz.

Am kommenden Wochenende steht der ECW Sande wieder vor einer Doppelbelastung: Am Samstag (19.30 Uhr) ist der Adendorfer EC in Sande zu Gast – am Sonntag geht es zu den Beach Devils nach Timmendorf.

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