Wilhelmshaven/Sande - „Da war mehr drin. Gerade im zweiten Drittel hätten wir den Sack zumachen müssen“, sagen Nick Hurbanek und Slawa Koubenski, Trainer beim Eishockey-Regionallisten ECW Sande, nach der knappen 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)-Heimniederlage gegen den Adendorfer EC.

Im „Haifischbecken“ entwickelte sich vor 408 Zuschauern eine hochinteressante Partie: Beide Teams traten mit jeweils drei kompletten Reihen an, gingen von Beginn an hohes Tempo und lieferten sich ein rasantes Duell auf Augenhöhe.Schwaches Powerplay
der „Jadehaie

Anders als zum Auftakt standen zum ersten echten Härtetest wieder mehr „Jadehaie“ zur Verfügung: Im ersten Block stürmten Sergejs Piskunovs, Artur Galwas und Vitalijs Jache, die zweite Angriffsreihe bildeten Vladislavs Barkovskis, Tim Maier und Ivan Rohac und in die dritte Reihe beorderten die Trainer das Trio Johannes Mundt, Alexander Josch und Alexander Bahlau.

Mit ausschlaggebend für die erste Niederlage war das Überzahlspiel, das gegen Wunstorf noch mehrfach gut geklappt hatte. Gegen Adendorf war im Powerplay jedenfalls der Wurm drin: Achtmal genossen die „Jadehaie“ Überzahl auf dem Eis und erzielten dabei nur ein einziges Tor durch Vitalijs Jache zur 1:0-Führung (10.).
Beide Torhüter rücken
in den Mittelpunkt

Nur wenig später aber glichen die Gäste durch Domantas Cypas zum 1:1 aus. Dass keine weiteren Treffer im ersten Durchgang folgten, lag auch an den Torhütern Maksims Cmutovs und Adam Beukeboom. Beide boten eine ausgezeichnete Leistung und machten gegnerische Chancen reihenweise zunichte.

Im Mitteldrittel legten die „Jadehaie“ einen Zahn zu und drängten auf die Führung. Chancen dazu waren da, aber weder Barkovskis, Maier, Mundt, Jache oder Piskunovs brachten die schwarze Hartgummischeibe im Adendorfer Gehäuse unter. Zumindest konterte Jache postwendend das 2:1-Führungstor der Gäste (Viktor Andryushchenko/34.) mit dem verdienten Ausgleichstreffer (35.).Entscheidung fällt
in Unterzahl

Im Schlussabschnitt entschieden die Gäste die faire Auseinandersetzung – ausgerechnet in Überzahl – durch Tor Nummer zwei von Andryushchenko (45.) etwas glücklich für sich. Auch eine ECW-Auszeit kurz vor der Schlusssirene änderte nichts mehr. „Die Jungs haben alle unsere Vorgaben umgesetzt und schneller aus der Abwehr herausgespielt“, sagte Hurnabek. „Aber solche Tage gibt es. Trotzdem sind wir zufrieden“.

Vor der Partie wurde Vitalij Janke von den Vereinsvorständen Witalij Saitz und Norbert Philipp verabschiedet. Janke, seit Gründung des ECW Sande 2015 dabei, bleibt aber Nachwuchstrainer. Weiter geht es für die „Jadehaie“ kommendes Wochenende mit dem Doppelpack in Bremen (Freitag) und gegen den HSV (Sonntag).