Wilhelmshaven - „Am Anfang hat es sich echt komisch angefühlt“, fasste Rene Drechsler seine ersten 3 x 10 Minuten im Dress des Wilhelmshavener HV nach fast einem halben Jahr Pause zusammen. Vier Treffer erzielte der Linkshänder bei seinem Wiedereinstieg, an dessen Ende eine 27:42-Testspielniedderlage gegen den Tabellenzweiten der 2. Handball-Bundesliga, die HSG Nordhorn-Lingen, stand.
Der erste Durchgang war für die Zuschauer und WHV-Torhüter Jakub Lefan eine freudlose Angelegenheit. Nach einer Viertelstunde lagen die Gastgeber bereits mit 2:12 hinten; bei der Hälfte der HSG-Treffer rauschten die Bälle Lefan nach Tempogegenstößen um die Ohren, weil sich der WHV im Angriff zahlreiche Patzer erlaubte.
Einige der zehn technischen Fehler nahm auch Drechsler auf seine Kappe. „Da habe ich auch viel Mist gebaut. Aber das es nach nur zwei Wochen Teamtraining Abstimmungsprobleme gibt, hat mich nicht überrascht.“
Nach dem deprimierenden 9:21 zur Halbzeit, lief der Ball in Durchgang zwei bei Drechsler und beim Drittliga-Tabellenführer, der am Samstag zum ersten Punktspiel im neuen Jahr nach Cloppenburg reist, deutlich besser und vor allem fehlerfreier. Ärgerlich: In der Schlussphase der Partie mussten nach Fouls, die mit Rot geahndet wurden, sowohl Matej Kozul als auch Alexander Coßmann passen.
WHV: Lefan (1.-30./5 Paraden), Stasch (31.-60./7); Kozul 8/3, Coßmann 5, Drechsler 4, Eberlein 3/1, Delic 2, Hein 2, Maas 1, Mißling 1, Maretic 1, Weiner, Herrmann, Albers
Nordhorn-Lingen: Buhrmester (1 Tor/8 Paraden), Bartels (3); Visser 8, Wasielewski 5, Seidel 5, Pöhle 5/1, Torbrügge 4, Michal 4, Fontaine 3, Miedema 2, Possehl 2, de Boer 2, Stegefelt 1, Terwolbeck
