Wilhelmshaven - Nach dem enttäuschenden Abschneiden in der Vorsaison und einigen personellen Engpässen wollen die Landesliga-Handballer des WSSV in der neuen Spielzeit wieder richtig durchstarten. „Wir haben eine tolle Vorbereitung absolviert und peilen einen Platz in den Top 5 an“, sagt Trainer Gerold Eden.
Ruben Eden löst die Trainerfrage
Der Coach gehört zu den neuen Personalien bei den Grün-Weißen. Da Vorgänger Jörg König sein Amt im Sommer zur Verfügung stellte, wurde ein neuer Übungsleiter gesucht. Spielmacher und Sohn Ruben Eden schlüpfte dabei erfolgreich in die Vermittlerrolle. „Er hat mich gefragt, was passieren muss, damit ich das Team übernehme“, berichtet Gerold Eden. „Da habe ich gesagt: Hol den Justin Herrmann vom WHV zurück und ich bin dabei.“
Zwei Anrufe später lag die Zusage des schnellen Torjägers auf dem Tisch – und Gerold Eden, vielen Handballern in der Region eher als Schiedsrichter bekannt, hielt Wort. Seine Zusage hat der neue Trainer bis heute nicht bereut. „Alle haben in der Vorbereitung sehr gut mitgezogen, die Beteiligung war top und die Stimmung ebenfalls.“
Auch Eden’s Strategie, in der Sommerpause mal neue Wege zu gehen, wurde von den Spielern dankbar angenommen. „Wir waren beim Spinning, haben ‚Hot Iron’ gemacht und auch sehr viel draußen trainiert. Die Jungs haben wieder richtig Bock auf Handball. Ich denke, das wird man auf der Platte auch sehen.“
Mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum
Ohne die nötige „Feuerkraft“ aus dem Rückraum traten die Jadestädter in den vergangenen Spielzeiten stets die geordnete Flucht nach vorne an. Damit soll es laut Eden nun vorbei sein. „Wir wollen natürlich auch weiterhin schnell spielen, aber das kann nicht die einzige Waffe sein. Wir müssen auch im gebundenen Spiel Qualität entwickeln.“
Über das dafür nötige Personal verfügen die WSSV-Handballer mittlerweile: Neben Rückkehrer Herrmann, der im Vorjahr in 19 Spielen 165 Tore für den WHV II in der Verbandsliga warf, sind auch die Neuzugänge Thorben Klostermann (Elsflether TB) und Phillipp Bußmann im Rückraum zu Hause. Und dort weiß auch Ruben Eden immer noch, wo das Tor steht.
Einziges Manko: Ein Linkshänder ist im gesamten Kader leider nicht zu finden. Eden: „Das macht es taktisch nicht unbedingt einfacher, aber wir werden schon Lösungen finden. Ich bin ohnehin ein Freund von zwei Kreisläufern.“
Vor der neuen, zum Teil noch unbekannten Konkurrenz will sich der WSSV jedenfalls nicht verstecken, sondern ein Wörtchen im oberen Tabellendrittel mitreden.
