• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Mann, Kinners!

„Bitte, bitte, nur noch eine Folge!?!“

04.12.2019

Oldenburg „Paw Patrol! Paw Patrol! Die Helfer auf vier Pfoten“ schallt es aus der Unterhaltungskiste. Doch in meinem inneren Ohr summt es nur mit „Paw Patrol! Paw Patrol! Das sind doch nur Idioten!“. Über den hausgemachten Terrorismus in Form von Kinderserien hatte der Kollege an dieser Stelle schon einmal fast seinen Verstand verloren.

Wobei ihn ja tatsächlich der Inhalt interessierte. Über diese Phase bin ich bereits hinaus. Es geht ums nackte Überleben – Glotz oder stirb! Denn was Fritz‘ Fernsehgewohnheiten angeht, gilt die Maxime: MEHR!

Drei Phasen der Eskalation

Und so häufen sich die nie langweilig werdenden „Nein! DOCH!“-Diskussionen, wenn es um die Zeit vor der Glotze geht. Gewieft passt sich der Nachwuchs dabei an den Gegner wie auch die jeweilige Situation an. Ein „Nach dieser Folge ist aber dann Schluss“ wird für gewöhnlich mit einem abwesenden „Ok“ beantwortet. Aber wehe, die Stunde hat geschlagen und der Finger wandert auf den roten Knopf. „Bitte, bitte, nur noch eine!?!“, schluchzt es dem Erzeuger entgegen.

Lässt der sich nicht erweichen, startet Phase zwei, die vorhin schon beschriebene Rede-Gegenrede-Situation. Flüchtet man sich als Vater dann in Galgenhumor und amüsiert sich ob der Hartnäckigkeit, gibt es meist unter Tränen und Geschrei noch ein paar deftige Worte mit auf den Weg (Zitat: „Du bist doof und du stinkst!“), bevor erstmal Eiszeit herrscht.

Wie kommt man nun wieder raus aus diesem Loch, das ich, zugegebenermaßen, selbst mit ausgebuddelt habe? Denn nichts ist bequemer, als den Nachwuchs nach einem Acht-Stunden-Arbeitstag einfach mal kurz fernsehen zu lassen um selbst eine halbe Stunde durchzuatmen. Verschärfend kommt hinzu, dass Fernsehen heute nicht mehr das Fernsehen meiner Kindertage ist. Musste ich als Kind noch auf die festgesetzten Zeiten des guten alten linearen TV warten, hat Fritz schnell geschnallt, dass er dank Streaming einfach alles gucken kann was er will wann er will.

Schaffen wir also ein gutes Alternativprogramm. Wobei selbst die Ankunft einer kleinen Katze im Haushalt erst einmal nicht genug Ablenkung war um den Fernsehwunsch zu unterdrücken. Also, her mit den Beschäftigungsmöglichkeiten: Das Zimmer aufräumen, weil Oma zu Besuch kommt? Danke, aber nein, danke! Nach draußen in den Garten? Aber doch nicht bei dem Wetter, Papa! Wollen wir mit Lego spielen? Kannst du ja machen!

Irgendwas mit Medien

Die Erlösung bringt schließlich ein Besuch bei Oma und Opa. Dort gibt es eine alte Boombox abzugreifen mit CD und Kassettendeck. Und dazu noch kiloweise Kinder-CDs und -MCs. Welch ein Segen. Irgendwas mit Medien halt. Damit hat Fritz erstmal genug zu tun, zumal er das Gerät selbst anschalten kann. Der Fernsehbedarf sinkt.

Ein voller Erfolg also? Mit Abstrichen. Zwar gibt es jetzt nicht mehr quietschigen Kinderzeichentrick in dem bisherigen Maße und es wird auch immer seltener danach gefragt. Dafür steht nun das Weckkommando gegen 6 Uhr jeden Morgen bereit und dreht den Swag auf. Verzeihung. Den Rolf Zuckowski. Man kann halt nicht alles haben.

Dies ist ein Beitrag aus „Mann, Kinners“, dem Vater-Blog auf NWZonline.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.