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NWZonline.de Mann, Kinners!

„Mann, Kinners“ über das Impfen: Die ersten Spritzen können noch warten

14.12.2020

Oldenburg Corona-Impfung, Grippe-Impfung, Spritzen sind dieser Tage – man verzeihe mir das Wortspiel - ein virulentes Thema. Spritzen ähnlicher Art soll heute laut Plan eigentlich auch mein Kind kriegen. Denn heute geht es für meinen Sohn zur U4 – zur vierten Untersuchung beim Kinderarzt. Wir haben uns entschieden, uns dem Plan der Stiko, also der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts, zu widersetzen. Wobei es sich dabei, um genau zu sein, nicht um einen Plan handelt, sondern um eine Empfehlung – den sogenannten Impfkalender.

Wir sind keine Impfgegner, aber...

Eins vorweg: Wir sind keine Impfgegner. Auch wir halten es für eine großartige zivilisatorische Errungenschaft, dass Krankheiten durch Impfstoffe ausgerottet werden können. Unser Kind wird noch geimpft werden, nur nicht zu den empfohlenen Zeitpunkten. Unser Kind soll auch nicht die Krankheiten, gegen die es laut Stiko geimpft werden soll, durchmachen, um dadurch ein stärkeres Immunsystem zu entwickeln. Denn auch wenn die Gefahr einer Ansteckung, gefolgt von einem schweren Krankheitsverlauf – allein von den Wahrscheinlichkeiten betrachtet – sehr gering ist, bewusst eingehen möchten wir sie nicht. Die Teilnahme an einer Masernparty ist also absolut ausgeschlossen.

Wir sind außerdem sehr weit davon entfernt, Fachleute zu sein. Vielmehr erfolgt unsere Entscheidung gegen die von der Stiko empfohlenen Impf-Zeitpunkte aus dem Gefühl heraus, unser Kind und sein Immunsystem schützen zu wollen. Dieser Blog-Eintrag soll zudem ausdrücklich nicht als eine Empfehlung verstanden werden, ähnlich zu handeln. Es geht lediglich darum, zu schildern, wie wir mit der Situation umgehen.

Gefährliches Fahrwasser

Eins ist also klar: Es geht in gefährliches Fahrwasser. So ist von Eltern zu lesen, die aufgrund einer solchen Entscheidung ihren Kinderarzt wechseln mussten. Das Kind würde mit einer solchen Entscheidung einer unnötigen Gefahr auszusetzen, ist ein Argument pro Impfung. Um zum Kern zu kommen: Wovor meinen wir, unser Kind schützen zu müssen? Davor, dass ein nicht ausgereiftes Immunsystem mit Krankheitserregern belastet wird und diese bekämpfen muss.

Ja, das ist nun mal das, wofür Impfungen da sind. Die Crux war in diesem Fall für uns, dass es Stimmen gibt, die das Immunsystem eines Kindes als nicht ausgereift genug ansehen; die eingebrachten Krankheitserreger als Zumutung, als Überforderung. Die Argumentation kann selbstredend auch in die Gegenseite gehen: Durch die Antikörper, die das Kind über die Muttermilch bekommt, ist eine frühe Impfung sinnvoll. Der Säugling weist noch einen zusätzlichen Schutz auf. So könne er den Impfstoff besser vertragen.

Frühe Spritzen, schnell vergessen

Ein weiteres Argument für frühes Impfen konnte uns hingegen überhaupt nicht überzeugen. Je früher die Spritzen kommen, desto leichter verzeihen die Kleinen es dem Arzt. Darum kann es aus unserer Sicht nicht gehen. Zu sehr eingeprägt hat sich zudem ein Videoclip, auf dem der Doktor einem Kind quasi im Vorbeigehen eine Spritze setzt – nämlich während es gekitzelt wird. Das Piksen wird gar nicht als solches wahrgenommen, hat es den Anschein. Sicher funktioniert das nicht bei jedem kleinen Patienten. Und wäre das ein probates Mittel, eine Spritze zu verabreichen, würden es vielleicht alle Kinderärzte tun.

Für uns überwiegt klar, dass sich das Immunsystem unseres Kindes weiter entwickeln soll, um mit den Impfstoffen besser umgehen zu können. Zumal unser Kind bisher von Erkrankungen jeglicher Art verschont geblieben ist. Die Impfungen wären die ersten Herausforderungen für sein Immunsystem geworden. Muss das sein?

Verschwörung? Nein, Danke!

Für andere Argumente gegen das Impfen sind wir nicht empfänglich – weder glauben wir an eine Verschwörung der Pharma-Industrie, die die Stiko maßgeblich beeinflusst. Noch zweifeln wir an der Wirksamkeit von Impfstoffen, oder sind besonders skeptisch, was die Zusammensetzung der Stoffe betrifft. Gut klingt es für uns dennoch nicht, dass unser Kind Aluminiumhydroxid, Hühnereiweiß und Rückstände von Antibiotika verabreicht kriegen soll. Doch ebenso wenig glauben wir, dass Allergien durch Impfungen begünstigt werden.

Um ehrlich zu sein, fehlt beiden Elternteilen der Wille, sich wirklich tiefgehend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und unser Vertrauen in die Experten auf diesem Feld ist keinesfalls derart erschüttert, dass wir Veranlassung dazu sehen, uns umfassendes Expertenwissen anzueignen. Wie schon angedeutet – unsere Entscheidung für eine Verschiebung der Impfzeitpunkte fiel ein wenig aus dem Bauch heraus.

Glücklicherweise zeigte unser Kinderarzt Verständnis dafür. Zumal wir noch ein weiteres Argument auf unserer Seite haben: Wo soll sich unser Kind aktuell anstecken? Die Berührungspunkte mit anderen Kindern sind aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen derzeit ja nahezu nicht vorhanden.

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