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NWZonline.de Mann, Kinners!

...und jährlich grüßt der Weihnachtsmann

24.12.2019

Oldenburg Alle Jahre wieder passiert zu Weihnachten in meiner Familie exakt dasselbe, und doch gibt es zwischendurch mal Überraschendes. Das sind meine 24 Weihnachtserlebnisse des Jahres 2019:

1. Weihnachtszeit, Bastelzeit

Bevor die erste Kerze auf dem Adventskranz brennt, schmückt meine Frau (ich habe doch keinen Sinn für solche Dinge) das Haus weihnachtlich. Meine Kinder wissen mittlerweile nur zu gut, was „Deko“ ist: nicht bespiel- und nicht essbar – sieht aber gut aus. Und so stehen sie zumindest nicht im Weg, freuen sich aber, die eine oder andere Leuchte anzuschalten.

2. Adventskalender Wachmacher

Gott segne den 1. Dezember! Denn an diesem Tag darf der Nachwuchs das erste Adventskalendersäckchen öffnen. Beide Kinder brennen jedes Jahr darauf, und das Wecken am Morgen, zu dem normalerweise der Sound eines Ozeandampfer-Horns benötigt wird, fällt nun wieder leicht wie nie.

3. Rolf Zuckowski in Dauerschleife

Der Kinderlieder-Meister und seine Fans im Jahr 1987. Bild: Imago

„In der Weihnachtsbäckerei“, „Winterkinder“, „Guten Tag, ich bin der Nikolaus“ – rauf und runter. Den ganzen Tag. Und ich nehme den Ohrwurm täglich mit ins Büro.

4. Der Nikolaus kommt – am Morgen

Am Vortag des Nikolaus werden selbstverständlich die Schuhe vor die Tür gestellt. Dazu kommt eine Schüssel Wasser und ein Apfel – für den Esel, mit dem der Mann ja unterwegs sein soll. Während die Kinder nachts schlummern, bestücken wir die Schuhe mit Schokolade und Nüssen – und stellen vor allem die Wasserschüssel wieder rein, sie soll ja nicht platzen. Den Apfel tauschen wir durch einen Apfelrest aus, der Esel hatte wohl Appetit. Am nächsten Morgen müssen die Kinder nicht mal geweckt werden: Als ich aus dem Schlafzimmer trabe, kommen mir schon zwei hellwache Kinder entgegen. Ob der Esel wohl zugeschlagen hat?

5. Der Nikolaus kommt – ins Haus

Seit Jahren ist es Tradition, dass der Nikolaus (der mit der Mitra eines Bischofs, nicht der zweite Weihnachtsmann) am Abend des 6. Dezember zu uns nach Hause kommt. Mal ist es ein Freund, mal ein Nachbar oder ein Kollege, der sich den Mantel umwirft und den weißen Bart umhängt. Zusammen mit vielen Kindern aus der Nachbarschaft ist so eine schöne Tradition entstanden. Viele Kinderaugen sehen jedoch alles: auch wenn der Nikolaus in grünen Sneakern statt in schwarzen Stiefeln vor ihnen steht...

6. Der Nikolaus kommt – in den Kindergarten

Weder der echte Weihnachtsmann noch der echte Nikolaus. Bild: Imago

Mein Jüngster erzählt mir am Nikolausabend, dass der Nikolaus ihn auch im Kindergarten besucht habe. Ob er ihn denn wieder erkannt habe, will ich wissen. „Nein, das war nicht der Echte“, lässt er mich selbstsicher wissen.

7. Kekse im Ofen, Duft im Haus

Es sind die Momente, an denen einem weihnachtlich zu Mute wird: Man kommt nach Hause, und überall duftet es nach frisch gebackenem Keks. Und obwohl ich kein großer Süßigkeiten-Fan bin, freue ich mich über die zarten, auf der Zunge schmelzenden Schneeballen, die meine Jungs mit meiner Frau gebacken haben. Der Arbeitsanteil der Kinder wächst erfreulicherweise von Jahr zu Jahr.

8. Endlich kommt der Wunschzettel

Geredet und gewünscht werden kann ja viel. In der Regel formulieren die Kinder schon am späten Abend des 24. Dezember die Weihnachtswünsche fürs nächste Jahr. Doch einige Wochen vor dem Fest wird das Ganze zu Papier gebracht. Früher haben die Kinder noch Bilder aus Katalogen ausgeschnitten und aufgeklebt, jetzt kann zumindest der Große seine Wunschzettel schon selbst schreiben. Anschließend werden die bunten Dokumente vor dem Fenster im Wohnzimmer platziert – nächsten Tag sind sie magischerweise verschwunden, und das Christkind hat goldene Sternchen und etwas zum Naschen hinterlassen.

9. Weihnachtsgeschenke: Wer hat mehr?

Geschenke über Geschenke: Wichtig ist, dass alle Geschwister mehr oder weniger dieselbe Menge bekommen. Bild: Imago

Bei der Planung der Weihnachtsgeschenke gilt es unbedingt darauf zu achten, dass beide Brüder mehr oder weniger die gleichen Mengen erhalten. Nicht auszudenken, wenn sich bei dem einen die großen Kartons nur so stapeln, während der andere seine Päckchen mit der Lupe suchen muss – selbst wenn das Geschenkte denselben Wert hätte. Auch die Kinder vergleichen ihre Wünsche genau, zählen nach, wer sich mehr wünscht – und derjenige hat dann schlicht auch „gewonnen“ und lässt es den anderen wissen.

10. Die Jagd nach den Geschenken

Der Tag, an dem alle Geschenke besorgt und in den Kleiderschränken des Hauses sicher verstaut sind, ist ein Feiertag. Denn er beendet zumindest einen Großteil des vorweihnachtlichen Stresses, der natürlich umso größer ist, wenn man versucht, möglichst viel beim Händler vor Ort und möglichst wenig bei Jeff Bezos’ Steuervermeidungsverein zu kaufen. Ärgerlich wird es, wenn die Kinder ihren Wunschzettel mündlich nun noch einmal ändern und voller Inbrunst sagen, dass sie das Geschenk, das im Schrank hinter ihnen liegt, gar nicht haben wollen. Dann ist viel Überredungskunst gefragt. Genauso bei den Verwandten, die den Kindern womöglich Unnützes schenken wollen.

11. Pixy, der Wichtel

Kinder lieben Fernsehen. Ein erstmaliger Höhepunkt dieser Weihnachtszeit ist der Film „Der kleine Wichtel“, der Anfang Dezember in der ZDF-Mediathek zu sehen war: Eine schwedische Familie, die mit Nachnamen „Weihnacht“ (bzw. auf Schwedisch: Jul) und deren Vater das Fest und alles, was damit zu tun hat, hasst, bekommt Besuch vom Wichtel Pixy, der den Weg zurück zum Nordpol nicht mehr findet. In Sohn Hugo findet Pixy aber einen Freund und Verbündeten – am Ende finden alle Weihnachten wieder ganz toll, und Pixy findet den Weg nach Hause. Bei meinen Kindern wird nie wieder die Rede von Wichteln sein, ohne dass Pixy ins Spiel kommt.

12. Ausgerechnet: Die Angst vor Magen-Darm zum Fest

Keine schöne Vorstellung für Heiligabend. Bild: Imago

Ein Montagmorgen, gut eine Woche vor Heiligabend: Neben mir schlummert mein Fünfjähriger, der über Bauchschmerzen geklagt hatte und deshalb im elterlichen Ehebett Unterschlupf erhalten hat. Dann höre ich nur noch ein leises Stöhnen und einen lautes „Flatsch“ – und schon hat das Kind ins Bett gekotzt. Na, herzlichen Glückwunsch! Die Magen-Darm-Grippe geht rum, und nun hat es uns anscheinend auch erwischt. Ich male mir schon aus, wie wir alle kotzend unterm Weihnachtsbaum liegen werden. Am Ende ist alles gut ausgegangen: Das Unwohlsein dauerte nur einen Tag, und alle anderen Familienmitglieder wurden verschont.

13. Spaß mit der Weihnachtsbaum-Maschine

Der Kauf des Weihnachtsbaums ist für unseren Fünfjährigen jedes Jahr ein Höhepunkt: Fröhlich sucht er mit aus, wobei er gefühlt jeden Baum als zu unserem Wohnzimmer passend deklariert. Als wir den richtigen gefunden haben, darf Fynn mit anpacken und schiebt den Baum gemeinsam mit dem helfenden Mitarbeiter in die Röhre, durch die die Tanne ins Netz gepresst wird. Große Freude beim Nachwuchs! Und die Erinnerung daran, dass wir uns noch einmal folgendes Video anschauen müssen.

14. Weihnachtsfeier in der Schule

Seitdem Eric, der Achtjährige, in der Schule ist, gehören auch die Weihnachtsfeiern am Freitag in der ersten und zweiten Stunde zum elterlichen Pflichtprogramm. Die Kinder sind aufgeregt, es gibt Kekse und Apfelschorle, gemeinsam mit der Lehrerin führen sie Lieder und kleine Tänze vor. Und die Eltern werden zum Mitmachen angeregt. Für mich als Vater ist dies jedes Jahr ein wichtiger Moment, weil es mir erlaubt, den Sohn inmitten seiner Alltagsumgebung zu erleben. Denn wenn man ihn sonst zu Erlebnissen in der Schule fragt, war da meistens „nix“.

15. Krippenspiel des Kindergartens

Da vor Fynn auch Eric schon denselben Kindergarten besucht hat, ist das Krippenspiel in der Kirche mit allen Kindern der Kita für uns schon seit fünf Jahren ein Fixpunkt im Familienkalender. Liebevoll geschminkt und verkleidet, singen und spielen die Drei- bis Sechsjährigen die Geschichte von Maria und Josef auf der Suche nach einer Unterkunft. Meine Söhne waren schon Mäuse, Sterne, Hirsche, Eulen und – in diesem Jahr – der Herbergsvater. Beide haben eines gemeinsam: Im ersten Jahr haben sie sich nicht auf die Bühne getraut und waren danach, wie selbstverständlich, Teil des großen Kinderschauspiels.

16. Das Schmücken des Baumes

Auch das Schmücken des Baums wird jedes Jahr herbeigesehnt. Denn dann können nicht nur die Kugeln und der Schmuck herausgeholt werden, die schon wir Eltern in unserer Kindheit am Baum bewundert haben, sondern auch den ganz neuen Baumschmuck: Denn seit letztem Jahr darf sich jedes Familienmitglied im Bremer Schnoor eine eigene Kugel aussuchen, in dem Laden, der das ganze Jahr über Christbaumkugeln verkauft.

17. Der erste Schnee fällt. Doch nicht. Oder doch?

Weißer wird’s nicht im Nordwesten. Bild: Imago

In sämtlichen romantisch verklärenden Darstellungen der Weihnachtszeit, sei es in Musik, Erzählungen, Film oder Bild, spielt Schnee eine große Rolle. Die Realität sieht anders aus. Meistens fällt hier bei uns gar nichts außer Regentropfen. Und wenn sich in den Regen die eine oder andere Schneeflocke mischt, holen die Kinder den Schlitten vom Dachboden. Doch nix da: wieder geirrt, der Regen gewinnt. Warten auf weiße Weihnacht, Teil 217.

18. Kindergottesdienst in der Schule

Es ist soweit: Der Heilige Abend ist da. Das heißt: der Morgen des Heiligabend. Es dauert noch sooo lange bis zur Bescherung. Aus eigener Erinnerung weiß jeder Erwachsene, welche Qualen Kinder zuweilen durchmachen müssen. Und dann geht’s auch noch in den Gottesdienst. Da sitzen dann viele, viele Menschen, die eines mit mir und meiner Familie gemeinsam haben: der letzte Gottesdienst ist 365 Tage her. Wie auch immer: alles für die Stimmung, alles für die weihnachtliche Idee! Um es für die Kinder nicht allzu langweilig werden zu lassen, verfolgen wir die Worte des Pastors in der Schulaula, mit vielen anderen Kindern. Das ist weniger festlich, dafür aber lebhafter.

19. Singen mit der Schwieger-Familie

Weihnachten feiern wir im Wechsel mit meinen Eltern zu Hause oder bei meinen Schwiegereltern. Bei diesen wird das Singen zum Fest groß geschrieben. Jeder Weihnachtsklassiker wird einmal durchexerziert. Den Kindern gefällt das sehr! Teilweise begleiten Familienmitglieder den Gesang auch mit Klavier, Geige oder Gitarre. In diesem Fall gehört auch mein Sohn Eric dazu. Er hat wochenlang „Jingle Bells“ geübt und freut sich über sein Publikum.

20. Sperrzone: Wohnzimmer

Wenn es dann endlich soweit ist und das Christkind die Geschenke unter den Tannenbaum legt, sitzen meine Kinder mit dem Rest der Familie in einem der Kinderzimmer. Meine Frau, die in Vertretung des Christkinds die Kerzen anzündet, die Geschenke platziert und Weihnachtsmusik anstellt, folgt dann, wenn alles erledigt ist. Der Versuch, das Glockenläuten des Christkinds über ein im Wohnzimmer platziertes Handy zu erzeugen, misslingt jedes Jahr. Mit einem „Habt ihr das gehört?“ müssen wir letztlich immer selbst den Startschuss geben, endlich das Wohnzimmer betreten zu dürfen.

21. Bescherung bringt mehr Glück als Tränen

Als unser Achtjähriger drei Jahre alt war, wünschte er sich ein Feuerwehrauto von Playmobil über alles auf der Welt. Die besten Eltern der Welt haben ihm diesen Wunsch natürlich erfüllt. Mit der etwas dämlichen Strategie, ihm diesen Höhepunkt als letztes zu öffnendes Paket zu präsentieren. Doch der Spannungsbogen war schnell gerissen: Schon nachdem die ersten Papierfetzen vom Geschenk flogen, brach mein Sohn in Tränen aus: „Ich habe mir doch ein Feuerwehrauto gewünscht!“ Heute sind die Reaktionen zum Glück gefasster, auch wenn das Christkind manchen Wunsch nicht erfüllt...

22. Ein Festessen unter Spannung

Weihnachten ist auch ein kulinarischer Höhepunkt: Landauf, landab übertreffen sich die Menschen selbst darin, umfangreiche Menüs von der Vorsuppe bis zum Nachtisch zu zaubern. Oder sie reichen einfach nur Würstchen mit Kartoffelsalat – die bessere Alternative ist. Denn Menüs kosten viel Arbeit, und mit Kindern wird deren Ergebnis ohnehin nicht wertgeschätzt. Während die Erwachsenen sich auf die kleinen und großen Köstlichkeiten freuen, sitzen meine Söhne am Tisch, stopfen sich schnell ein Stück Baguettebrot in den Mund und eilen kurz darauf schon wieder dorthin zurück, wo ihre Gedanken längst sind: zurück zu den Geschenken.

23. Wie früher: Aufbauen am Boden

Heiligabend hat keine Stühle. Bild: Imago

Es gibt drei Situationen, die mir mit dem Erblicken des Strichs auf dem Schwangerschaftstest in meinem Kopfkino in Dauerschleife liefen: der gemeinsame Besuch im Fußballstadion, das Trösten nach einem Unfall mit aufgeschlagenen Knien – und an Heiligabend mit den Kindern auf dem Boden liegen und Spielzeug aufbauen. Nicht zuletzt, weil mich diese Situationen an meine eigene Kindheit erinnern. Alle drei Wünsche erfüllen sich für mich regelmäßig, letzterer halt nur einmal im Jahr. Und es ist jedes Mal großartig, vor allem, weil ich selbst sehr gerne Legosteine aufeinander stecke (oder elektronisches Spielzeug ausprobiere)! Spielen dürfen die Kinder damit anschließend alleine. Ich kümmere mich dann wieder um die Reste des Festessens.

24. Immer zu früh ins Bett

Heiligabend ist einer der wenigen Tage, die für unsere Kinder grenzenlos sind: Und doch, wenn schließlich, irgendwann nach 22 Uhr, der Nachwuchs in die Falle beordert wird, kommt diese Aufforderung für sie viel zu früh. Zu viel Spielzeug muss noch aufgebaut und bespielt werden, als dass dieser Drang durch so etwas Sinnloses wie „Schlafen“ gestoppt werden dürfte. Doch wenn das erste Zetern verstummt ist, holt sich der kleine Körper ohnehin ganz schnell, was er braucht. Am nächsten Morgen stehen die Kinder umso früher auf und machen das, was auch in meiner Kindheit immer einer der Höhepunkte des Jahres war: sich im Schlafanzug stundenlang dem neuen Spielzeug widmen!

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