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Kramp-Karrenbauer in Wilhelmshaven: „Ministerin an Bord“ – Truppenbesuch bei der Marine

27.04.2021

Wilhelmshaven Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Bedeutung der Marine für den weltweiten freien Schiffsverkehr betont. Sie sei der festen Überzeugung, dass in den nächsten Jahren neben dem Weltraum vor allem die Seegebiete eine besondere Beachtung fänden, sagte sie am Montag bei ihrem ersten Besuch des Marinestützpunktes Wilhelmshaven. Dies zeigten Debatten an vielen Stellen der Welt über freie Schifffahrt und Gebietsansprüche.

„Bundesverteidigungsministerin an Bord“, hieß es am Vormittag auf der neuen Fregatte „Sachsen-Anhalt“, die am 17. Mai in Dienst gestellt wird und das neueste Kriegsschiff der Bundeswehr ist. „Diese Schiffe haben eine ganz enorme Bedeutung für die Marine, weil die Marine eine ganz enorme Bedeutung für die Bundeswehr hat“, betonte sie mit Blick auf die Auslandseinsätze und internationalen Verpflichtungen Deutschlands.

Die Marine sei in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten „sehr deutlich runtergespart worden“. Insofern seien die zu leistenden Aufbauarbeiten von besonderer Bedeutung, so Kramp-Karrenbauer. Auch wenn im nächsten Haushaltsjahr der Verteidigungsetat eine gute Basis habe, sei eine abfallende Finanzlinie festzustellen.

Kramp-Karrenbauer sah deshalb mit Blick auf die Finanzierung großer Rüstungsprojekte nach der Bundestagswahl Gesprächsbedarf. Bei Koalitionsverhandlungen müsse besprochen werden, ob für große Rüstungsvorhaben ein anderes Finanzierungssystem etwa auf Grundlage eines Planungsgesetzes eingeführt werde. Dies werde auch in anderen europäischen Ländern so gehandhabt.

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In Wilhelmshaven wurde Kramp-Karrenbauer von Flottillenadmiral Ralf Kuchler empfangen. Wilhelmshaven ist Fregattenstützpunkt der Marine und die „Sachsen-Anhalt“ das dritte von insgesamt vier Schiffen der neuen „F125“-Klasse. Zwei sind bereits in Dienst gestellt.

Das Erstschiff „Baden-Württemberg“ war im Juni 2019 nach mehrjähriger Verspätung in Dienst gestellt worden. Die rund 150 Meter langen Schiffe kommen mit einer deutlich kleineren Stammbesatzung als die bisherigen Fregatten aus und können bis zu zwei Jahre im Einsatzgebiet bleiben, ohne für größere Wartungsarbeiten nach Deutschland zurückkehren zu müssen.

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