• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Maritim

Suche nach Weltkriegsmunition in Nordsee startet

16.10.2019

Bremerhaven Wissenschaftler des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) bereiten im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes eine erste Ausfahrt zu Schiffswracks in der Nordsee vor, die noch Munition und Sprengstoff an Bord haben. „Wir haben zurzeit fünf Wracks definiert, drei aus dem Ersten und zwei aus dem Zweiten Weltkrieg, die wir im Mai nächsten Jahres anfahren wollen“, sagte der Unterwasser- und Maritim-Archäologe und wissenschaftliche Mitarbeiter des DSM, Philipp Grassel.

An dem 2018 begonnenen Forschungsprojekt „North Sea Wrecks“ sind Deutschland, Belgien, die Niederlande, Norwegen und Dänemark beteiligt. Seit dem Startschuss vor einem Jahr seien die Grundlagen für die Arbeit definiert, Netzwerke gegründet und jetzt die Wracks als Fallbeispiele definiert worden, was auch die belgischen, niederländischen und dänischen Teams gemacht hätten.

Ziel des vom DSM koordinierten Projektes ist es, mögliche Gefahren der sich immer stärker zersetzenden Munition für die Umwelt zu erkunden. Ein Partner ist das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven, das mit der rund 55 Meter langen „Heincke“ das Forschungsschiff für die Ausfahrt im Mai stellt.

Um welche Wracks und Schiffstypen es sich genau handelt, wollte Grassel noch nicht sagen. Sie liegen aber alle in der südlichen Nordsee. „Wir wollen zu den Wracks hintauchen – entweder mit Tauchern selbst oder mit Tauchrobotern, um uns ein Bild von dem Zustand der Wracks und auch der Munition zu machen.“

Das mit mehr als vier Millionen Euro von der EU geförderte Projekt läuft vier Jahre. „In direkter Nähe der Wracks wollen wir Miesmuscheln als eine Art Bio-Marker ausbringen“, sagte Grassel. Die Muscheln filtern das Wasser, nehmen also auch Abfallstoffe auf. Sie sollen nach einigen Monaten analysiert werden und Aufschluss über mögliche Schadstoffe in der Nähe der Wracks geben. In der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) liegen etwa 120 Wracks, schätzt der Wissenschaftler.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.