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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Darum ist Pizarros Rekordtreffer kein Eigentor

19.02.2019

Bremen „Das war nicht Pizarros Tor, da kann er mir alles erzählen“ – diese Aussage von Hertha-Trainer Pal Dardai sorgte nach Werders Last-Minute-Remis in Berlin für Diskussionen im Netz. Schließlich war klar erkennbar gewesen, dass der Gewaltfreistoß der Werder-Legende zweifach von Hertha-Spielern abgefälscht worden war. Hatte Dardai also Recht, oder gönnte er dem 40-Jährigen einfach nur den Rekord nicht?

Die Antwort lautet: Keines von beiden. Denn auch wenn Dardai in seiner Aussage noch weiter ging („das war ein richtig schlecht geschossener Freistoß, der aber reinrutscht, weil er zweimal von uns abgefälscht wurde“), betonte er, dass er größten Respekt vor Pizarro habe, ihm also nichts wegnehmen wolle. Außerdem: Wer Dardai in seinen Interviews erlebt, wird merken, dass der Ungar nicht immer alles ernst meint, was er so sagt. Die Ironie ist bei seiner trockenen Art bloß nicht immer zu erkennen.

Und, das ist der andere Punkte: Selbst wenn er „böse“ Absichten gegenüber des Rekordtors hegen würde: Regeltechnisch gibt es nichts daran zu rütteln, dass das Tor Pizarro gehört. Schon am Sonntag hatte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) der „Welt“ bestätigt, dass sie nicht eingreifen werde, was sie durchaus könnte. Es steht ihr nämlich zu, nachträglich die Torschützen zu ändern.

Eine schriftliche Regelung bezüglich der Torschützenbestimmung gibt es nicht. Doch schon vor sechs Jahren definierte die DFL die Auslegung gegenüber dem „Focus“, als es eine ähnliche Diskussion um einen vermeintlichen Torschützen gegeben hatte. Da heißt es zum einen: „Dem angreifenden Spieler wird das Tor gutgeschrieben, wenn ein Torschussversuch klar erkennbar ist.“ Den Punkt kann man abhaken, Pizarros Freistoß war zweifelsfrei ein Schussversuch.

Pizarros Schussversuch bleibt entscheidend

Weiter heißt es: „Abfälschungen des Torschusses durch gegnerische Spieler oder Mitspieler, die nicht auf einer kontrollierten Aktion basieren, sind dabei nicht entscheidend.“ Herthas Abwehr hatte den Schuss gleich zweimal abgefälscht (was nicht relevant ist, selbst wenn er zehnmal abgefälscht worden wäre, würde das nichts an der Auslegung ändern). Beim ersten Mal ist wohl nicht final zu klären, welcher Spieler in der Mauer sein Schienbein in die Schussbahn streckte. Eine „kontrollierte Aktion“ aber war es definitiv nicht.

Etwas weniger klar ist die Lage beim zweiten Kontakt eines Herthaners: Der von Valentino Lazarov, der hinter der Mauer rund vier Meter vor der Torlinie stand. Er versuchte, den bereits abgefälschten Schuss zu klären, lenkte ihn aber letztlich ins Tor. Ihm hier eine kontrollierte Bewegung zu unterstellen, wäre aufgrund der kurzen Distanz zwischen der Mauer und seiner Position ebenfalls sehr weit hergeholt. Und dass der Ball ohne sein Zutun vermutlich neben das Tor gegangen wäre, ist vollkommen unerheblich: Selbst wenn Pizarros Schuss Richtung Eckfahne geflogen wäre, bleibt es ein Schuss und somit ein Versuch, das Tor zu treffen.

Die Diskussionen um das Tor der Werder-Legende sind somit unbegründet: Pizarro muss sich um seinen neusten Rekord keine Sorgen machen.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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