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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

„In der Hinsicht leben wir hier im Paradies“

26.02.2019

Bremen Ob er in Bremen ein Ära prägen kann wie einst Otto Rehhagel oder Thomas Schaaf? Florian Kohfeldt ist da eher skeptisch. Im aktuellen „11Freunde“-Magazin weist Werders Chefcoach aber auf einen Aspekt hin, der damals wie heute als Erfolgsgeheimnis gelten dürfe: „Ein elementarer Faktor war stets, wenn Manager und Trainer ein konstruktives, enges Verhältnis zueinander pflegten“, betont Kohfeldt. Mit Frank Baumann sei diese Voraussetzung derzeit absolut erfüllt.

Dabei hatte es schon direkt zu Kohfeldts Amtsantritt im Herbst 2017 erste Fragezeichen gegeben, wie stark das Vertrauen wirklich ist: Damals hatte Baumann nach einer kurzen Phase der ergebnisoffenen Trainersuche eingeräumt, dass Kohfeldt „nicht die erste Wahl“ gewesen sei. Im Vorfeld hatten Namen wie Adi Hütter, der nach der Saison schließlich bei der Frankfurter Eintracht unterschrieb, die Runde gemacht. Er selbst habe aber stets das Vertrauen seines Sportchefs gespürt, erklärt Kohfeldt: „Ich war mir immer bewusst, dass Frank Baumann überhaupt keinen Zweifel hat, dass ich zum Cheftrainer tauge.“

Keine reine Kohfeldt-Show

Entsprechend möchte der Werder-Trainer die aktuelle Marschrichtung des Vereins nicht zu sehr zu einem Kult um die eigene Person verkommen lassen: „Wir gehen hier nicht den Florian-Kohfeldt-Weg, sondern wenn überhaupt den Baumann-Kohfeldt-Weg, am ehesten aber den Werder-Weg“, rückt sich Kohfeldt in die Rolle des Teamplayers. Ein besonderes Kennzeichen dieser neuen grün-weißen Route: Ein angestrebter Mentalitätswandel.

Man habe „festgestellt, dass sich hier unabhängig von Spielern und Trainern in den letzten Jahren oft sehr schnell Zufriedenheit einstellte“, beschreibt Kohfeldt seine Eindrücke. Auch deswegen habe man vor der Saison einen neuen Reiz mit dem offensiv formulierten Saisonziel der Qualifikation für den europäischen Wettbewerb zu schaffen versucht: „Diese Mentalität wollten wir mit der Bekanntgabe eines Saisonziels aufbrechen.“

Wechselwirkung mit den Medien

Mittelbar hat Kohfeldt es auf diese Weise auch geschafft, das neue Bremer Anspruchsdenken in den medialen Mainstream zu transportieren: In der Öffentlichkeit wird Werder an höheren Zielen gemessen als in den Vorjahren, als es oftmals nur darum ging, die Klasse zu halten. Erstmals aufgefallen sei ihm das nach drei Spieltagen, als Werder zwar fünf Punkte auf dem Konto, aber gegen Außenseiter wie Hannover oder Nürnberg nur Remis gespielt hatte, berichtet Kohfeldt: „Erst dachte ich: Was haben die? Ist doch erst der dritte Spieltag“, beschreibt der Werder-Trainer seine Reaktion auf Stimmen, die fragten, ob Europa so überhaupt zu erreichen soll. „Aber dann fiel mir auf: Genau diesen Effekt wollte ich.“

Ebenfalls sehr gelegen kommt Kohfeldt das Umfeld und die Stimmung, die die Werder-Fans in Bremen kreieren. „Die Emotionalisierung der Stadt und des Vereins hat eher zugenommen“, befindet Kohfeldt vor dem Hintergrund eines auf dem Papier eher ernüchternden Werder-Jahrzehnts. „In der Hinsicht leben wir hier doch noch im Paradies“.

Das komplette Interview mit Werders Chefcoach gibt es in der aktuellen Printausgabe des „11Freunde“-Magazins zu lesen.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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