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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Jiri Pavlenka: Die Krake wird zum tollen Hecht

23.04.2019

Bremen Niko Kovac beschlich da ein ganz böses Gefühl. Fast wirkte es wie ein Déjà-vu, irgendwie kam ihm das doch alles sehr vertraut vor. Der Bayern-Trainer sah gleich mehrere gute Chancen seiner Mannschaft, aber das Resultat war lange Zeit immer das gleiche: Am Ende gab es da noch Werders Keeper. „Ich muss erstmal Jiri Pavlenka ein großes Kompliment aussprechen“, sagte Kovac später. „Das, was er schon wieder gehalten hat, erinnerte mich absolut ans Hinspiel.“ Zur Erinnerung: Auch damals hatte der Tscheche die Münchener mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung gebracht. Es gab aber noch eine weitere Parallelität der Ereignisse, denn damals wie heute war es Werder trotzdem nicht gelungen, einen Lucky Punch zu setzen. Stattdessen hieß es bekanntlich 1:2 und eben 0:1.

Serge Gnabry hatte es mehrfach probiert, auch Robert Lewandowski biss sich an Jiri Pavlenka die Zähne aus. Was auch immer die Bayern versuchten, Werders Schlussmann bekam immer noch ein Körperteil dazwischen. Den Spitznamen „Krake“ hat er sich längst gesichert, nach den jüngsten Flugeinlagen würde es nicht wundern, wenn er bald auch zum „tollen Hecht“ aufsteigt. Pavlenkas starken Reflexen war es zu verdanken, dass die Bremer auch in Unterzahl noch immer verhalten auf einen Punktgewinn schielen durften. Gerade in der Hinrunde hatten einige Teams so den derzeitigen Tabellenführer mächtig geärgert und ihm Punkte abgeluchst. Dass es jetzt nicht erneut so kam, war die „Schuld“ von Niklas Süle. Der Nationalspieler erzielte den Siegtreffer für die Heimelf – es war allerdings ein ganz krummes Ding. Süles Schuss wurde von Davy Klaassen unhaltbar abgefälscht, nur so war Pavlenka an diesem Nachmittag zu bezwingen.

Das mag man im ersten Moment traurig und ungerecht finden. Das Lob von Niko Kovac zeigt aber, wie groß wieder der Respekt vor Werder im Allgemeinen und vor Jiri Pavlenka im Speziellen ist. Diesen Torhüter, so der Tenor, den musst du erst einmal überwinden. Wenn es für Werder gut läuft, wird das am Mittwoch (20.45 Uhr) im Pokal-Halbfinale nicht anders sein. Mehr noch, Pavlenka könnte ein entscheidender Faktor sein. Das weiß auch Werders Cheftrainer Florian Kohfeldt. „Wir werden ihn brauchen“, sagte er. „Diese zwei, drei Dinger gegen uns werden wir haben. Dann bin ich froh, dass wir ihn haben.“

Pokalheld in Dortmund

So wie im Achtelfinale. Bei Borussia Dortmund war Pavlenka zur Stelle, als es darauf ankam. Als nach einer spektakulären Bremer Aufholjagd in der Verlängerung der Krimi aus elf Metern anstand, avancierte der 27-Jährige zum Helden. Gegen Paco Alcacer und Maximilian Philipp parierte er seinerzeit und sagte wenig später gewohnt abgebrüht: „Ich war mir vor dem Elfmeterschießen zu 100 Prozent sicher, dass ich die ersten beiden Elfmeter halten werde. Ich weiß nicht, warum, aber ich war mir einfach sicher.“ Ein derartig gelungener Blick in die Glaskugel würde Werder auch jetzt wieder ganz gut zu Gesicht stehen. Schließlich steht viel auf dem Spiel.

Das weiß auch Florian Kohfeldt. „Er kann uns ins Finale halten“, sagte er, „aber einer muss das Tor schießen.“ Stimmt, das kann Jiri Pavlenka nicht auch noch erledigen. Obwohl, warum eigentlich nicht? Möglicherweise bringt er Werder mit seinen Paraden ja abermals bis in ein entscheidendes Elfmeterschießen. Frank Rost hat 1999 beim Finale in Berlin bewiesen, welche besondere Rolle ein Keeper in solch einem Fall gegen die schier übermächtigen Bayern spielen kann. Gut 20 Jahre später ist Werders aktuelle Nummer eins auf dem besten Wege, ähnlich wertvoll zu sein. Jiri Pavlenka ist schließlich im Moment wirklich alles zuzutrauen.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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