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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Milot Rashica – Werders schnellster Schütze

11.03.2019

Bremen Der hell erleuchtete Eiffelturm bei Nacht, am Sonntag dann noch einmal ein Bild des Wahrzeichens bei Tageslicht - im Internet ließ Milot Rashica die Instagram-Follower an seiner Wochenendgestaltung teilhaben. So ein Freitagabendspiel bietet eben Vorteile: Danach ist noch genügend Zeit für einen Wochenendtrip. Rashica flog mit Lebensgefährtin Belkiz Kera in die Stadt der Liebe, nach Paris. Und er konnte diese Reise zweifellos genießen, denn er hatte am Freitag beim 4:2-Sieg gegen Schalke abgeliefert – und wie. Zwei Tore waren dem Flügelstürmer gelungen, der auch sonst eine überragende Leistung zeigte. „Der Sieg war sehr wichtig für uns. Ich bin froh über die zwei Tore“, sagte Rashica, wollte aber nicht von seinem schönsten Moment bei Werder sprechen: „Das Pokalspiel in Dortmund und mein spätes Tor in Frankfurt waren auch sehr besonders.“

Das Spiel gegen Augsburg erwähnte der 22-Jährige nicht einmal. Beim 4:0-Heimsieg Mitte Februar hatte er ebenfalls zwei Mal getroffen. Rashica entwickelt sich somit langsam zum „Mister Doppelpack“ und ist schon jetzt eine der positiven Erscheinungen in der Rückrunde. Fünf seiner sechs Bundesliga-Saisontore erzielte Rashica nach der Winterpause. Dazu traf er auch beim Pokalerfolg in Dortmund einmal. Dass es so gut laufen würde für Rashica, hätte Ende des vergangenen Jahres wohl kaum jemand für möglich gehalten. In den Spielen gegen Hoffenheim (1:1) und Leipzig (2:3) hatte er die Großchancen gleich reihenweise vergeben und stand mächtig in der Kritik. Florian Kohfeldt blickte daher nach Rashicas Galavorstellung gegen Schalke noch einmal zurück auf diese harten Wochen. „Jeder kann sich erinnern an die Zeit im Dezember. Viele haben gefragt: Warum macht er keine Tore?“, sagte Werders Trainer.

Rückendeckung vom Trainer

Diese Frage stellt inzwischen keiner mehr, schließlich ist Rashica zusammen mit Max Kruse Werders bester Torschütze dieser Spielzeit. „Ich freue mich über die Tore, aber wichtiger ist, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist“, betonte der Angreifer. Rashica gibt sich nicht nur in seinen Äußerungen als Teamplayer, auch auf dem Platz arbeitet er inzwischen mehr für das Team. Zu Saisonbeginn setzte ihn Kohfeldt mal zwei Spiele lang auf die Tribüne, weil dem Coach die Defensivarbeit des Stürmers nicht gefiel. Rashica zog daraus die richtigen Schlüsse, und hat nun die absolute Rückendeckung seines Trainers. Nach Rashicas schwacher Leistung beim 1:1 in Wolfsburg betonte Kohfeldt: „Ich werde ihn da hindurchbegleiten.“

Der Kosovare stand also gegen Schalke erneut in der Startelf – und zahlte das Vertrauen mit zwei Toren zurück. „Die letzte Woche war vorbei und vergessen“, sagte Rashica. Besonders wichtig war sein Treffer zum 1:1 in der 31. Spielminute, weil er eine schnelle Antwort auf die Schalker Führung war. Nach einer Flanke von Max Kruse versenkte Rashica den Ball mit dem linken Fuß flach im Tor. Auf den ersten Blick sah es so aus, als hätte er den Ball gar nicht richtig erwischt, doch Rashica erklärte später: „Ich habe ihn bewusst nur so leicht getroffen.“ In der 73. Minute markierte Rashica dann auch noch das 3:1. Nach einer Kopfballverlängerung von Maximilian Eggestein ließ er Torwart Alexander Nübel im Stile eines echten Torjägers aussteigen und schoss ein. „Bei seinem zweiten Tor hat man gesehen, was für Fortschritte Milot gemacht hat“, lobte Kohfeldt.

Lob vom Teamkollegen

Es war der Trainer, der stets darauf bestand, dass man die Abgeklärtheit vor dem Tor trainieren könne. Rashica und andere Offensivspieler üben immer wieder Torabschlüsse, und beim 22-Jährigen sieht man am deutlichsten, dass diese Übungen fruchten. „Ich habe viel gelernt, seit ich nach Bremen gewechselt bin. Alle versuchen, mir zu helfen“, sagte Rashica, der im Januar 2018 für eine Ablöse von rund sieben Millionen Euro von Vitesse Arnheim aus den Niederlanden zu Werder gekommen war. Die Bremer sahen in dem wieselflinken Außenstürmer großes Potenzial, und das bestätigt sich jetzt. „Von der Veranlagung her bringt er richtig gute Sachen mit. Er hat eine enorme Schnelligkeit, die für unser Spiel sehr wichtig ist. Jetzt macht er auch die Tore, was ihm sehr viel Selbstvertrauen gibt – und das spiegelt sich auch in seinem Spiel wider. Er ist noch sehr jung und hat somit noch ein sehr großes Entwicklungspotenzial“, lobte Philipp Bargfrede seinen Mitspieler.

Kann Rashica also zu einem Topstürmer der Liga zu werden? In einer Statistik ist er jedenfalls schon Bundesliga-Spitze: Pro 90 Minuten kommt er auf 4,5 Torschüsse – kein Spieler mit mehr als 500 Einsatzminuten schafft einen höheren Wert. Dazu ist Rashica aus allen Lagen gefährlich: die Hälfte seiner Schüsse gab er innerhalb des Strafraums ab, die andere Hälfte waren Distanzschüsse. Gegen Schalke waren es übrigens sogar sechs Torschüsse, die natürlich den Topwert dieser Partie darstellten. Rashica ist also immer ein Gefahrenherd, probiert vieles, auch wenn nicht alles klappt. „Ich bin auf dem richtigen Weg“, hielt der Stürmer fest. Da dürfte ihm derzeit niemand widersprechen.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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