• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Transfermarkt-Check: Wer taugt zum Kruse-Nachfolger?

23.05.2019

Bremen Wer folgt Max Kruse nach? Durch den Weggang des Kapitäns geht dem SV Werder der wichtigste Kreativspieler verloren. Angesichts der Verpflichtung von Niclas Füllkrug sowie der positiven Entwicklung Milot Rashicas können die Bremer sich Hoffnung machen, Kruses zwölf Saisontore ohne weitere Zugänge kompensieren zu können. Doch der 31-Jährige war für Werder in den vergangenen drei Jahren eben nicht nur ein Torgarant, sondern vor allem auch der Spieler, von dem die meisten kreativen Aktionen ausgingen. Im nächsten Jahr soll eine Neuverpflichtung in diese Rolle schlüpfen. Aber welche Zehner sind in diesem Sommer überhaupt auf dem Markt? Mein Werder hat sich auf dem Transfermarkt nach Optionen umgeschaut.

Die heiße Spur: Michael Gregoritsch

Es wäre die rustikale Variante, Kruse ersetzen: Michael Gregoritsch ist einer der Namen, der bei Werder für die Zehnerposition diskutiert wird. Der 25-Jährige besitzt mit 1,93 Metern die nötige Körpergröße, um auch bei Kopfbällen gefährlich zu sein, und gilt als Schlüsselspieler im oft auf Kampf und Flanken setzenden Fußball des FC Augsburg. Florian Kohfeldt schätzt Gregoritsch aber vor allem wegen der Fähigkeiten des Österreichers, die über Wucht und Einsatz hinausgehen: Im Besetzen der Zwischenräume sei der zwischen Mittelfeld und Sturm pendelnde Angreifer „einer der besten Spieler der Liga“, auch Gregoritschs Abschluss aus der zweiten Reihe und seine fußballerischen Fähigkeiten imponieren Kohfeldt.

Fraglich ist allerdings, ob es die Qualitäten des Noch-Augsburgers, der wohl eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich kosten würde, in der aktuellen Bremer Kaderzusammenstellung brauchen würde: Ohne Kruse fehlt es an Kreativität, Gregoritsch aber ist eher ein Spieler, der mit gutem Timing in den Strafraum nachrückt und selbst gefährlich wird. In dieser Saison bereitete Kruse im Schnitt 2,6 Chancen pro 90 Minuten vor, Gregoritsch nur eine. Und für die physische Präsenz in gefährlichen Zonen soll im nächsten Jahr eigentlich Niclas Füllkrug sorgen.

Der Zwischenraumspieler: Yunus Malli

Noch Anfang 2017 galt Yunus Malli als eine der heißesten Aktien auf dem Transfermarkt: Der offensive Mittelfeldspieler hatte in der Vorsaison den FSV Mainz 05 mit elf Treffern in die Europa League geschossen, in der Hinrunde waren Malli schon wieder zwölf Scorerpunkte geglückt. Der VfL Wolfsburg schlug zu, stattete Malli mit einem Vertrag bis 2021 aus – und es wurde ruhig um den heute 27-Jährigen. In einer schwachen Wolfsburger Mannschaft musste Malli zweimal in Folge in die Relegation, um den Klassenerhalt zu sichern. Erst in dieser Saison geht es für die Niedersachsen wieder bergauf – unter Bruno Labbadia ist Malli aber nur Teilzeitkraft. Spielen die Wölfe mit einem Zehner, hat Admir Mehmedi die Nase vorn.

Nun soll noch Nadiem Amiri von der TSG Hoffenheim dazukommen, mit Joao Victor stößt der Wunschspieler von Neu-Trainer Oliver Glasner zum Kader. Für Malli wird die Luft also dünn. Richtig eingebunden kann der 1,79 Meter große Offensivspieler nicht nur mit variantenreichem Passspiel glänzen, vor allem besticht Malli mit seinem Bewegungsspiel. In der Raumbesetzung ähnelt Malli Yuya Osako, hat jedoch andere Stärken, wenn er den Ball erhält: Weniger abschirmend als der Japaner, dafür mit guten Dribblingfähigkeiten in engen Räumen gesegnet, kann Malli oft in Torrichtung aufdrehen, das Spiel schnell machen und sich nach schnellen Weiterleitungen selbst in Abschlussposition bringen.

Der Hochbegabte: Gaston Pereiro

Gaston Pereiro ist in dieser Saison ein Kunststück geglückt, das Spielern wie Luka Modric, Cristiano Ronaldo oder Robert Lewandowski verwehrt geblieben ist: Der Nationalspieler Uruguays schaffte es mit der PSV Eindhoven tatsächlich, zuhause gegen Ajax Amsterdam zu gewinnen. Beim 3:0-Erfolg erzielte der 1,88 Meter große Offensivmann den 1:0-Führungstreffer. Schon seit 2015 spielt Pereiro in den Niederlanden, entwickelte sich von einem passablen Flügelspieler zu einem starken Zehner. Sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2020. Trotz zehn Saisontoren und sechs Vorlagen wird Eindhoven den 23-Jährigen wohl verkaufen: Eine Vertragsverlängerung ist nämlich nicht in Sicht.

Für die Kruse-Nachfolge würde Pereiro vieles mitbringen: Kreativität im letzten Drittel, Torgefahr aus der Distanz und bei Standards, dazu trotz eher durchschnittlichem Tempo eine gewisse Durchsetzungsstärke im Dribbling. Neben seinem schwachen rechten Fuß wird Pereiro mitunter auch fehlende Konstanz vorgeworfen – die Anlagen, einen Verein wie Werder zu verstärken, sind jedoch vorhanden.

Der Kapitän: Konstantinos Fortounis

Niklas Moisander, Thomas Delaney, Davy Klaassen: Manch Werder-Fan hält es schon für eine Marotte von Sportchef Frank Baumann, einmal im Jahr einen Spieler mit Erfahrung als Kapitän zu verpflichten. Konstantinos Fortounis würde in dieses Schema passen: Der 26-Jährige ist Spielführer des griechischen Vizemeisters Olympiakos Piräus. Dort steuerte Fortounis in dieser Saison 17 Tore und 16 Vorlagen in 43 Partien in allen Wettbewerben bei. Der Grieche spielte von 2011 bis 2014 im Talentalter bereits mit dem 1. FC Kaiserslautern in der 1. und 2. Bundesliga, zurück bei seinem Jugendverein reifte der Zehner dann zum Leistungsträger.

Fortounis besticht durch die Ausgewogenheit seiner Stärken: Kreativ, torgefährlich und beidfüßig hat es der Offensivmann zu Griechenlands „Spieler der Saison“ gebracht. Die Frage aber bleibt, ob Fortounis diese Leistungen auch auf höherem Niveau abrufen kann: Das Tempo der Bundesliga stellt gerade Spieler ohne ein besonderes Inseltalent oft vor neue Herausforderungen. Bis 2020 ist Fortounis noch an Olympiakos gebunden. Fenerbahce Istanbul soll interessiert sein – und griechischen Medien zufolge habe auch Werder den Spielmacher noch im Februar beobachten lassen.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

MEINWERDER.DE
Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.