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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Warum Kruse bei Werder bleiben sollte

23.01.2019

Bremen Der Geschmack ist bekanntlich unterschiedlich. Das gilt auch – oder besonders – beim Essen. Über Ludwig Augustinsson, den sein ehemaliger Kollege Thomas Delaney in Anspielung auf sein stets professionelles Verhalten „24-Pro“ nannte, heißt es beispielsweise bei Werder, er wiege sogar die Butter ab, so exakt achte er auf seine Ernährung. Das richtige Essen, so viel weiß mittlerweile jeder Hobbysportler, ist ein ebenso wichtiger Baustein im sportlergerechten Verhalten wie ausreichend Schlaf oder Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

Womit wir bei Max Kruse wären. Kruse ist bekennender Nichtraucher und Antialkoholiker, genauso wie er bekennender Liebhaber einer süßlichen Nuss-Nougat-Creme ist. Der Brotaufstrich ist so sehr mit Kruse verbunden, dass sich dieser bei einem Krankenhausaufenthalt mit einem Glas im Bett fotografieren ließ. Eine ironische Anspielung an seine Kritiker, die ihm aufgrund nichtsportlergerechter Ernährung mangelnde Fitness unterstellten. Oder noch immer unterstellen.

Von Kruse heißt es bei Werder, er verstecke im Essensraum des Weserstadions ein großes Glas des braunen Aufstrichs und hole es zu den gemeinsamen Mahlzeiten hervor – mit breitem Grinsen im Gesicht. Nicht jeder in der Mannschaft findet das amüsant, aber Max Kruse ist eben Max Kruse. Kapitän, Leistungsträger und eins der prägenden Gesichter des Klubs. Also wer sollte Kruse in die Schranken weisen?

Leistungsträger, Anführer, Taktgeber

Im Sommer läuft Kruses Vertrag in Bremen aus, es wird in der Rückrunde also immer wieder darum gehen, wohin sein Weg führt. Werder, allen voran Florian Kohfeldt, will Kruse halten. Dafür verzeihen sie eine Urlaubsrückkehr mit neun Kilo Übergewicht, eine Fettabsaugung ohne Absprache mit dem Verein und eine lange Leistungsdelle während der Hinrunde. Werder verzeiht nicht nur, sie schützen Kruse auch gegen jegliche Kritik. Wohl dem, der solche Rückendeckung seitens des Arbeitgebers erhält.

Mittlerweile ist Kruse wieder Kruse auf dem Platz. Leistungsträger, Anführer, Taktgeber, mit anderen Worten: nur schwer ersetzbar. Und es wird klar, weshalb Kohfeldt Kruse unbedingt halten will – und halten sollte. Kruse, der noch überlegt, sollte seinerseits darüber nachdenken, in welch komfortabler Situation er sich bei Werder befindet. Und dass es unwahrscheinlich ist, eine ähnliche Sonderstellung bei einem anderen Klub – vermutlich völlig egal welchem – genießen zu können.

Die Mein-Werder-Redaktion hat ein paar Gründe zusammengestellt, die Kruse zum Nachdenken bringen sollten. Dass es für beide Seiten gut wäre, wenn er verlängern würde, weil...

... er weiterhin mit seinem langjährigen Werder-Freund Martin Harnik den Torjubel tanzen kann.

… Kruse mit seiner mitunter ruppigen Art den sportlichen Ehrgeiz, der bei Werder einkehren soll, perfekt nach außen vertritt. Andere Routiniers wie Niklas Moisander oder Theodor Gebre Selassie wären wohl zu „höflich“, um genauso für Reibung zu sorgen.

... er bei Werder sein Pokerface ausbauen, „Max Kruse Racing“ gründen und frei seine Meinung äußern kann. Ob er diesen Sonderstatus bei anderen Vereinen auch genießen könnte, ist fraglich.

... er mit starken Leistungen, die er für Werder abruft, sein Comeback in der Nationalmannschaft feiern kann.

... er in Bremen einer der wenigen Profis mit Star-Potenzial ist und für diesen Status noch nicht einmal mehr viel machen muss.

... es Fin Bartels nicht zuzumuten ist, dass er eine halbe Ewigkeit für sein Comeback schuftet und dann sofort seinen kongenialen Lieblingssturmpartner verliert.

... Max Kruse bei Werder in der kommenden Saison international spielt. Wenn nicht, dann hat er in der folgenden Spielzeit noch etwas nachzuholen und kann nicht einfach vorher gehen.

... Max Kruse bei aller Kritik immer noch der Mann bei Werder ist, der den Unterschied ausmachen kann und somit für das gewisse Etwas im Bremer Spiel sorgt. Darauf sollte man nicht allzu leichtfertig verzichten.

... es der Mannschaft nach Innen und Außen gut tut, einen Rebell in ihren Reihen zu haben, einen, der sein eigenes Ding macht, der aneckt und das (inzwischen) auch noch mit der Kapitänsbinde und -würde verbinden kann. Dass Kruse sich das bei Werder auch erlauben kann, schenkt ihm eine Freiheit, die er in dieser Form kaum woanders finden wird.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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