• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Mein Werder: Werder kämpft um ein Länderspiel

30.04.2019

Bremen Beim Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt waren sie vom Vorstoß des Bremer Fußball-Bosses offenbar überrascht. „Kein Kommentar“, hieß es in der Otto-Fleck-Schneise zum Gastbeitrag von Björn Fecker im WESER-KURIER, in dem der Präsident des Bremer Fußball-Verbandes (BFV) mächtig in die Offensive gegangen war. Er forderte seinen eigenen Verband auf, den Länderspiel-Boykott im Zuge des Polizeikosten-Prozesses für das Bremer Weserstadion (“Eine kindische Reaktion“) aus dem Jahr 2014 zu beenden. Eine Forderung, für die Fecker in der Bremer Politik und im Sport viel Unterstützung bekommt. Und die auch bei Werder Bremen sehr aufmerksam verfolgt wird.

Denn unabhängig von Feckers Ansinnen will auch der Bundesligist den Boykott jetzt endlich für beendet wissen. „Wir führen seit einiger Zeit und unabhängig vom Polizeikosten-Prozess Gespräche mit dem DFB über die Vergabe eines Länderspiels nach Bremen“, erklärte Präsident Hubertus Hess-Grunewald am Montag auf Anfrage. Und ließ den schönen Satz folgen: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Nationalmannschaft auch mal wieder im Weserstadion begrüßen können.“ Dazu passt, dass beim Pokalspiel gegen den FC Bayern auch DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge auf der Tribüne saß und den Werder-Verantwortlichen in Aussicht stellte, dass der DFB wieder ein Länderspiel nach Bremen vergeben werde. Wann das sein wird, ist noch offen. Fest steht allerdings: Es kommt endlich mal Bewegung in das Thema.

Wird der Boykott bald aufgehoben?

Das Vorspiel ist bekannt: Weil die Stadt Bremen 2014 beschlossen hatte, die Deutsche Fußball-Liga an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen in der Bundesliga zu beteiligen, entzog der DFB den Bremern das schon zugesagte Länderspiel gegen Gibraltar für den 14. November 2014. Der Boykott gilt bis heute auch für Frauen- und Jugendländerspiele. BFV-Präsident Fecker, zugleich Vorstandsmitglied des DFB, will den jetzt beenden. „Dafür werde ich bei den Entscheidungsträgern weiter werben“, sagte er. Das ist mühsam, denn wo ein Länderspiel ausgetragen wird, entscheidet wiederum das DFB-Präsidium. Damit Bremen überhaupt wieder als Gastgeber infrage kommt, muss allerdings zunächst die Grundsatzentscheidung gegen Bremen wieder verändert werden. Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, die DFL künftig an den Mehrkosten für Polizeieinsätze zu beteiligen, gibt es dafür allerdings gute Argumente. Und die will sich Fecker zunutze machen.

Rückendeckung bekommt er in Bremen genug. Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) erklärte: „Jetzt ist es Zeit, die Entscheidung zu akzeptieren und aufs Spielfeld zurückzukehren – auch mit einem angemessenen Anteil an internationalen Spielen im Weserstadion. Sollte der DFB Fans, Politik und Justiz auf Dauer missachten, riskiert er die Sympathien des Publikums.“ Das könne eigentlich nicht im Interesse des Fußballs sein. Und unsportlich wäre es allemal, sagte Stahmann. Willi Lemke, ehemaliger Werder-Manager und Sportsenator, ergänzte: „Es ist längst fällig, dass der DFB den Boykott wieder rückgängig macht. Er ist damals nach Gutsherren-Art entschieden worden, das war alles andere als ein souveräner Akt.“ Er begrüße den Vorstoß von Fecker, der gemeinsam mit Werder-Vorstand Klaus Filbry, ebenfalls im DFB-Vorstand, für eine zügige Umsetzung sorgen solle.

Länderspiele frühestens ab 2020 in Bremen

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) geht mit dem Fußball abermals hart ins Gericht. „Spätestens nach unserem klaren Sieg vor dem Bundesverwaltungsgericht sollten die höchsten Funktionäre des Profifußballs endlich einsehen, dass ihre politischen Erpressungsversuche ins Leere gelaufen sind“, sagte er. Ein Zurück nach dem Urteil in Leipzig gebe es nicht mehr. „Daran können auch keine Abstrafaktionen des DFB im Zusammenhang mit Länderspielen etwas ändern“, meinte Mäurer.

Und auch an der Fußball-Basis kommt Fecker mit seiner Attacke Richtung DFB gut an. „Es kann nicht sein, dass die Basis mit dem Entzug von Länderspielen bestraft wird“, sagte etwa TV Eiche Horns stellvertretende Abteilungsleiterin Ilka Böttcher. Und führte an: „Wir haben gerade beim Mädchenfußball schrumpfende Zahlen. Da wäre ein Höhepunkt wie ein Länderspiel eine gute Gelegenheit, Werbung zu machen. Das gilt auch für ein Frauen-Länderspiel.“ Und Gerrit Süßmann, Jugendwart beim ATS Buntentor, erklärte: „Der DFB sollte seine Kleingeistigkeit beiseite legen und mal wieder die Fans in den Fokus rücken.“

Die Orte für die Länderspiele in diesem Jahr hat der DFB bereits vergeben. Für 2020 aber, das Jahr der nächsten Europameisterschaft, steht noch kein Austragungsort fest. Die Chancen, dass Joachim Löw nach 2012 wieder mal an die Weser kommt, sind auf jeden Fall gestiegen.

NWZ Bundesliga-Tippspiel 20/21
Wer wird Tippspiel-König 20/21? Am besten gleich mittippen und jeden Spieltag um einen 50€-Gutschein von Möbel Weirauch spielen!

MEINWERDER.DE
Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.