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Werders glorreiche Pokal-Bilanz: Nach der Serie ist vor der Serie

23.04.2019

Bremen Jetzt ist es also doch passiert. Durch die Niederlage in München sind gleich zwei beeindruckende Werder-Serien zu Ende gegangen. Nicht nur, dass die Bremer im Jahr 2019 noch ungeschlagen waren, sie hatten es zuvor während der gesamten Saison sogar geschafft, in jedem Spiel mindestens einen Treffer zu erzielen. In Europas großen Ligen war das ansonsten über einen derart langen Zeitraum lediglich Paris St. Germain gelungen. Florian Kohfeldt hält normalerweise nicht allzu viel von solchen Zahlenspielereien, doch dieses Mal gab selbst er zu: „Das tut ein bisschen weh, gerade die Torserie“, sagte Werders Trainer. „Das ist schade, denn es war eine der ganz wenigen Statistiken, die für etwas steht – für diesen Offensivdrang.“

Auch Sportchef Frank Baumann bedauerte das Ende der Erfolgsbilanz, sah es letztlich aber doch recht pragmatisch. „Serien bringen einen ja nicht grundsätzlich weiter“, meinte er. Gänzlich darauf verzichten wollte er aber auch nicht. „Dann müssen wir jetzt halt eine neue Serie starten“, sagte er.

Festung Weserstadion

Am kommenden Mittwoch geht es jedoch erst einmal darum, eine weitere historische Bestmarke zu verteidigen. Und die Zahlen, um die es dann geht, sind wahrlich beeindruckend. Werder hat es doch tatsächlich geschafft, seit 37 Pokalspielen in Folge im Weserstadion ungeschlagen zu sein. Im Weserstadion stehen 33 erspielte Siege sowie vier zusätzliche im Elfmeterschießen zu Buche. Wer den Tag der letzten Niederlage sucht, muss weit im Kalender zurückblättern. Im April 1988 war es, als die Bremer im Pokal gegen Eintracht Frankfurt vor eigenem Publikum den Kürzeren zogen.

Knapp 31 Jahre später ist diese Rekordbilanz in akuter Gefahr. Als Gegner steht schließlich der FC Bayern München bereit, zweifelsfrei der härteste Kontrahent im Wettbewerb. Da könnte also direkt die nächste Serie enden, wieder wäre der Branchenprimus dafür verantwortlich. Andererseits, welche Rolle spielt diese Statistik für das aktuelle Personal wirklich? „Nur für mich“, sagte Florian Kohfeldt. „Wenn wir das verlieren, stehe ich als der Trainer in der Chronik, der das erste Heimspiel wieder verloren hat.“ Werders Coach garnierte diese Worte mit einem schallenden Gelächter. Es ist und bleibt dabei, derartige Eitelkeiten sind und bleiben ihm fremd. „Nein, das ist egal“, schob er deshalb noch hinterher. Gewinnen will er das Pokal-Halbfinale aber natürlich schon – nicht zwingend wegen der Serie, aber gern auch für die Serie.

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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