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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Du spürst die ganze Gewalt des Stadions

13.12.2018

Eine kurze Körpertäuschung, und dann ein herrlicher Schlenzer mit dem linken Fuß ins lange Eck - mit diesem Traumtor brachte Maximilian Eggestein Werder vor fast genau einem Jahr bei Borussia Dortmund in Führung. Am Ende gewannen die Bremer mit 2:1, und diesen Sieg würden sie am Sonnabend gerne wiederholen. Sein Treffer aus der vergangenen Saison spiele für ihn vor dem erneuten Duell mit dem BVB jedoch nur eine untergeordnete Rolle, betonte Eggestein am Mittwoch im Mediengespräch. "Das Tor war etwas Besonderes, trotzdem mache ich mir keine großen Gedanken mehr darüber. Natürlich hoffe ich aber darauf, am Samstag mal wieder zu treffen."

Überhaupt sei das jetzige Spiel gegen Dortmund mit dem Duell vor einem Jahr nicht zu vergleichen. "Die Situation beim BVB ist komplett anders. Damals hatten sie Probleme und ihr Trainer stand in der Kritik", sagte Eggestein. Tatsächlich musste BVB-Coach Peter Bosz dann auch nach der Niederlage gegen Werder gehen. Inzwischen ist Dortmund unter Lucien Favre Tabellenführer und in der laufenden Saison noch ungeschlagen. "Wir müssen einen verdammt guten Tag erwischen und Dortmund darf nicht seinen besten Tag haben", sagte Eggestein zu den Bremer Siegchancen und zeigte auch Respekt vor der besonderen Stimmung in der 81.300 Zuschauer fassenden Arena: "So laut wie dort ist es nirgendwo. Du spürst schon beim Einlaufen die ganze Gewalt des Stadions."

Das richtige Gefühl für das Pressing

Vom Trainerteam sei die Mannschaft bereits auf den kommenden Gegner eingestellt worden. "Wir dürfen ihre Unterschiedsspieler nicht ins Spiel kommen lassen und müssen ein gutes Gefühl für unser Pressing entwickeln", fasste der Mittelfeldspieler die Kernaussagen zusammen. Eggestein glaubt, dass auch in Dortmund ein Punktgewinn möglich ist. "Wir sollten alles daran setzen, etwas zu holen", unterstrich der 22-Jährige. "Wenn wir alle drei Spiele vor Weihnachten negativ gestalten, dann wird es keine schöne Winterpause."

Eine besondere Note erhält das Spiel in Dortmund zudem durch zwei Wiedersehen. Zum einen trifft Thomas Delaney mit dem BVB auf seinen Ex-Klub Werder. "Ich freue mich, ihn wiederzusehen, hoffe aber, dass Thomas nach dem Spiel nicht so viel Freude haben wird", sagte Eggestein. Dass Delaney in Dortmund gleich zum Anführer im Mittelfeld aufgestiegen ist, überrascht den Bremer nicht. "Er ist ein Spieler, der über die Mentalität kommt und andere sofort mitreißen kann. Daher braucht er keine lange Anlaufzeit."

Auf der anderen Seite spielt Nuri Sahin mit Werder gegen seinen alten Verein BVB. "Bisher ist ihm nicht anzumerken, dass er gegen seine alte Liebe antreten wird", erzählte Maximilian Eggestein. Auch wenn Sahin zuletzt beim Sieg gegen Düsseldorf auf der Bank saß, könne er Werder in Dortmund in jedem Fall weiterhelfen. "Darüber brauchen wir nicht zu reden", betonte Eggestein. "Nuri ist ein exzellenter Fußballer und hat eine besondere Ausstrahlung. Außerdem kann er uns vielleicht den einen oder anderen Tipp geben, denn er hat ja noch die Vorbereitung in Dortmund mitgemacht."

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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