• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Eine maßlose Anspruchshaltung

26.03.2019

Im Rechtsstreit mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) über eine Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) seine Forderungen bekräftigt. "Unsere Ausgangsposition ist durch die im Februar 2018 zu unseren Gunsten getroffene Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen gut", sagte Mäurer mit Blick auf die am Dienstag anstehende mündliche Revisionsverhandlung am Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig.

Dem Liga-Dachverband DFL warf er "eine maßlose Anspruchshaltung" vor. Während die DFL Milliarden-Rekordumsätze verbuche, solle der Steuerzahler allein für die Sicherheitskosten aufkommen. Das sei nicht hinnehmbar, sagte Mäurer der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung des BVerwG wird am Freitag (29. März) erwartet. Dem Urteil wird grundlegende Bedeutung beigemessen.

Auch Bremens Bürgermeister Carsten Sieling kritisierte die DFL. In einem Interview der "Rheinischen Post" warf der SPD-Politiker der Liga vor, "dass nur ans Geld gedacht wird und man seine Schäfchen ins Trockene bringen will". Tatsächlich habe der Profifußball genug Geld, um sich an den Sicherheitskosten zu beteiligen. "Die DFL will nicht wahrhaben, dass es hier um wenige Risikospiele geht, die aber eine besondere Herausforderung für die Sicherheitsbehörden darstellen und enorme zusätzliche Kosten für die Steuerzahler verursachen."

Der Streit begann 2015, als die Hansestadt nach einer Bundesliga- Partie zwischen dem SV Werder und dem Hamburger SV der DFL eine Gebührenrechnung von mehr als 425 000 Euro in Rechnung stellte. Die DFL ist unter anderem für die Organisation und Vermarktung des deutschen Profi-Fußballs zuständig.

Der Liga-Dachverband klagte gegen diesen Bescheid vor dem Verwaltungsgericht Bremen und bekam in erster Instanz Recht. Das Oberverwaltungsgericht erklärte die Gebührenforderungen des Bundeslandes in einer Berufungsverhandlung im Februar 2018 jedoch für rechtens. Die DFL ging in Revision. Aus Sicht des Verbandes sind die Gebührenbescheide rechtswidrig. 

Werder stellt sich auf Mehrkosten ein

Werder hat sich bereits für den möglichen Fall gerüstet, dass die DFL den Rechtsstreit verliert. Nach Mein-Werder-Informationen wurden eine Million Euro aus dem Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres zurückgelegt, falls sich der Verein an den Polizeikosten beteiligen muss. Die juristische Auseinandersetzung mit dem Land Bremen führt zwar die DFL. „Aber Werder Bremen und die DFL sind beide Veranstalter, sie werden deshalb gesetzlich als Gesamtschuldner angesehen“, sagte Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald im vergangenen Jahr.

Aufgrund eines sogenannten Ausgleichsanspruchs habe die DFL das Recht, sich ihren Anteil von Werder erstatten zu lassen. Und das, so die Einschätzung bei Werder, werde sie wahrscheinlich auch tun: Sportchef Frank Baumann hatte vor diesem Hintergrund im vergangenen November bereits erklärt, es sei "ein bisschen naiv vom Innensenator, zu denken, dass wir nicht betroffen sind".

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

MEINWERDER.DE
Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.