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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Mein Werder: Langkamp hat Punkte auf dem Wunschzettel

18.12.2018

Sebastian Langkamp geht es nicht anders als Millionen Menschen in diesen Tagen. Werders Innenverteidiger macht sich Gedanken, was noch passieren muss, „um ein schönes Weihnachtsfest zu haben“. Während der Großteil der Bevölkerung dafür von Geschäft zu Geschäft rennt, per Sendungsverfolgung Pakete im Auge behält und an Rezepten fürs Festmahl feilt, will Langkamp die wichtigen Dinge allerdings auf dem Rasen erledigen. „Klar ist, dass wir in der Hinrunde noch den einen oder anderen Punkt brauchen“, sagte Langkamp.

Ihm winkt eine Premiere im letzten Heimspiel des Jahres: Noch nie stand er dreimal in Folge für Werder in der Startelf. Milos Veljkovic hat nach seiner Adduktorenverletzung noch nicht wieder mit der Mannschaft trainiert, Langkamp darf fest mit einem Einsatz am Mittwoch rechnen. Als Nebenmann von Linksfuß Niklas Moisander erhält er als Rechtsfuß in der Regel den Vorzug vor Marco Friedl, genau wie Moisander ein Linksfuß.

Am Sonnabend bei Borussia Dortmund hatte er besonders in der ersten Halbzeit einen unglaublich schweren Stand. „Auch für einen 30-Jährigen ist Spielrhythmus das A und O. Den versuche ich mir über das Training zu holen. Im Spiel muss ich den Rhythmus ein wenig mit meiner Erfahrung simulieren“, sagte er. Unmittelbar nach dem 0:2 spielte Langkamp einen beinahe tödlichen Fehlpass in den Fuß von Paco Alcácer. Der schickte Jadon Sancho auf die Reise, der jedoch nur das Außennetz traf. Ein 0:3 nach knapp 30 Minuten hätte die Partie früh entschieden. „In der ersten Halbzeit musste ich ein taktisches Foul machen, so dass ich Gelb bekommen habe. Das war suboptimal gegen die schnellen Spieler. Ich glaube, es gab ein paar Wetten, dass ich mit Gelb-Rot runterfliege“, sagte Langkamp.

Unter dem Schnitt für Europa

Pirmin Schwegler von Hannover hat am Wochenende den „VW-Trabi“ erfunden, um zu verdeutlichen, wie unterlegen seine Mannschaft dem „Lamborghini“ FC Bayern war. Das Auto namens Werder brachte in Dortmund deutlich mehr PS auf den Rasen als Schlusslicht Hannover, konnte sich aber glücklich schätzen, dass der BVB-Sportwagen nach der Pause ein paar Probleme beim Einparken hatte. So durften die Bremer bis zum Ende auf einen Punktgewinn hoffen.

„Durch den Rückstand mussten wir etwas offener spielen und leider in viele Eins-gegen-eins-Situationen gehen. Das war so nicht geplant“, beschrieb Langkamp die Folgen, die der Spielverlauf für ihn persönlich hatte. Gemeinsam mit Nebenmann Niklas Moisander hat er Dortmund nun überstanden, doch Hoffenheim und Leipzig dürften die momentan älteste Innenverteidigung der Liga erneut an ihre Grenzen bringen.

Im Oktober, als Werder bei 14 Punkten aus sieben Spielen stand, hat Langkamp einmal vorgerechnet, mit welcher Ausbeute es für Europa reichen könnte. „1,6 bis 1,7 Punkte braucht man pro Spiel, das hat in den vergangenen Jahren gereicht, um sich sicher zu qualifizieren“, erklärte der ehemalige Berliner, der 2017 den sechsten Platz mit Hertha BSC sogar mit einem Schnitt von nur 1,4 Punkten erreichte. Auf genau diese Ausbeute ist Werder in den vergangenen Wochen von einst 2,1 Punkten pro Spiel abgerutscht. Doch Langkamp ist mit Blick auf Mittwoch guter Dinge: „Ich habe das Gefühl, dass die mannschaftliche Geschlossenheit wieder besser geworden ist – sowohl das gemeinsame Verteidigen als auch das Attackieren. So haben wir gute Chancen, gegen Hoffenheim die Punkte in Bremen zu behalten“, sagte er.

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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