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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Mein Werder

Pleite in Düsseldorf – War es das mit Europa?

28.04.2019

Was kann eine Mannschaft, die gerade durch einen unberechtigten Elfmeter äußerst unglücklich im Pokalhalbfinale ausgeschieden ist, so gar nicht gebrauchen? Genau, ein blitzschnelles Gegentor im darauffolgenden Spiel. Gerade einmal 49 Sekunden dauerte es, da lag Werder am Sonnabendnachmittag bei Fortuna Düsseldorf schon mit 0:1 zurück. Das Aus gegen die Bayern hatte Spuren hinterlassen bei den Bremern, das war nicht nur beim frühen Gegentor zu erkennen. Am Ende kassierte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt eine bittere 1:4-Klatsche und hat nun nur noch geringe Chancen auf einen internationalen Startplatz. Der Rückstand auf Rang sieben, der für die Europa-League-Qualifikation reichen würde, beträgt vorerst vier Punkte und könnte am Sonntag noch anwachsen, wenn Hoffenheim gegen Wolfsburg punktet.

„Das Pokalaus hat relativ lange weh getan, aber das ist keine Ausrede für die jetzige Niederlage“, hielt Kapitän Max Kruse nach dem Abpfiff fest. In Düsseldorf änderte Kohfeldt seine Startelf im Vergleich zum Pokalhalbfinale auf drei Positionen. Sebastian Langkamp ersetzte den gesperrten Milos Veljkovic in der Innenverteidigung. Nuri Sahin kam für Kevin Möhwald ins Team und bekleidete die Sechser-Position. Im Angriff erhielt Johannes Eggestein den Vorzug vor Yuya Osako. Kapitän Kruse konnte trotz eines Blutergusses im Oberschenkel spielen.

Von Anfang an hatte die Bremer Defensive deutlich erkennbare Tempodefizite im Vergleich mit den schnellen Düsseldorfer Offensivleuten. Auch gedanklich war Werder noch nicht voll da, als die Fortuna in Führung ging. Ludwig Augustinsson kam zu spät gegen Benito Raman, Niklas Moisander kam zu spät gegen Rouwen Hennings - und so hatte Raman freie Bahn für das frühe 1:0. Kurz darauf hatten die Gäste Glück, dass Kaan Ayhan knapp über das Tor köpfte (6.). „Wir haben es leider nicht hinbekommen, nach diesen emotionalen Tagen ins Spiel reinzukommen“, sagte Sahin.

Karaman düpiert Werder-Abwehr

Die Bremer liefen nur hinterher und erhielten die Quittung. In der 23. Minute bekam Kenan Karaman in der eigenen Hälfte den Ball und lief einfach los. Weder Theodor Gebre Selassie noch Moisander und Langkamp konnten ihn stoppen. Am Ende des Sololaufs schloss Karaman überlegt zum 2:0 für die Düsseldorfer ab. Zwei Minuten später sah Abwehrchef Moisander für ein Foul an Dodi Lukebakio auch noch seine fünfte Gelbe Karte und fehlt somit im Heimspiel gegen Dortmund.

Werder war am Boden, doch der Videobeweis, der den Bremern im Pokalspiel gegen die Bayern nicht geholfen hatte, kam ihnen nun zugute. Davy Klaassen hatte Ayhan den Ball im Fortuna-Strafraum vom Fuß gespitzelt und war dann von dem Düsseldorfer Verteidiger getroffen worden. Schiedsrichter Benjamin Cortus ließ zunächst weiterlaufen, schaute sich die Szene dann aber noch einmal am Bildschirm an und gab einen vertretbaren Elfmeter für Werder. Kruse verwandelte sicher zum 1:2 (28.). Es war der 14. Strafstoß, den der Werder-Kapitän in der Bundesliga schoss, alle waren drin.

Klaassen blutend ausgewechselt

Plötzlich waren die Bremer nun viel besser im Spiel und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest. Für Gefahr sorgten vor allem Standardsituationen. Erst scheiterte Langkamp nach einem Eckball per Kopf an Fortuna-Torwart Michael Rensing (30.), dann köpfte Sahin nach einer weiteren Ecke an die Latte (35.). Wenig später musste der Düsseldorfer Torschütze Raman verletzt raus (36.). Für ihn kam Aymane Barkok, der in der 52. Minute nach einem heftigen Zusammenprall mit Klaassen jedoch ebenfalls ausgewechselt werden musste. Dawid Kownacki kam für Barkok in die Partie. Klaassen, der am Ohr blutete, kehrte noch einmal kurz auf das Feld zurück, machte dann aber Platz für Kevin Möhwald (59.).

Bei Möhwalds Einwechslung stand es bereits 3:1 für die Düsseldorfer. Karaman hatte in aller Ruhe flanken können, und Langkamp hatte Hennings laufen gelassen, der den Ball über die Linie drückte (56.). Das war die Vorentscheidung. Von diesem Rückschlag erholte sich Werder nicht mehr. Immerhin versuchten es die Bremer noch einmal. Gebre Selassie bekam den Ball nicht an Rensing vorbei (60.), der zur zweiten Hälfte eingewechselte Osako zielte kurz darauf ebenso knapp vorbei wie Kruse.

Es blieb aber dabei: Die Düsseldorfer waren an diesem Tag einfach deutlich effizienter als Werder. Nachdem Werder-Torwart Jiri Pavlenka einen Schuss von Hennings gut pariert hatte, schaffte es die Bremer Abwehr nicht, den Ball zu klären. Also schoss Markus Suttner trocken zum 4:1 ein (73.). In der Entstehung des Treffers hatte Kownacki den Ball am Boden liegend mit der Hand berührt. Schiedsrichter Cortius hielt noch einmal Rücksprache mit dem Video-Assistenten, wertete das Handspiel aber wohl als unabsichtlich und gab das Tor.

Beim 4:1 für die Fortuna blieb es bis zum Abpfiff, und somit muss Werder eine ganz bittere Woche verarbeiten. Zuerst platzte der Traum vom Pokalsieg, nun ist auch der Traum von der Europa League fast geplatzt. In den ausstehenden Partien gegen Dortmund, Hoffenheim und Leipzig müssten die Bremer schon Außergewöhnliches leisten, um tatsächlich noch auf den siebten Platz klettern zu können. „Wir werden versuchen, noch neun Punkte zu holen“, versprach Kruse. „Dann werden wir mal sehen, wo wir am Ende stehen.“

Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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Dies ist ein Artikel der "Mein Werder"-Redaktion des WESER-KURIER

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