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NWZonline.de Sport Runde Sache

Nwz-Kommentar Zu Trainer-Freistellungen: Die Bundesliga bleibt, wie sie war

28.09.2020

Gelsenkirchen /Mainz Nein, DFL-Chef Christian Seifert ist nicht dafür verantwortlich, dass dem Schalker Trainer David Wagner der Stuhl vor die Tür gestellt wurde. Und Seifert wird sich auch nicht rechtfertigen müssen, wenn Achim Beierlorzer in Mainz das Gleiche passieren sollte.

Was das trotzdem mit Seifert zu tun hat? Der hatte im Frühjahr in der hoch emotionalen Diskussion um einen Bundesliga-Restart in Corona-Zeiten demütig erklärt, der Profifußball habe in der Vergangenheit viel falsch gemacht und wolle sich ändern. Kann das aber bedeuten, dass im Haifischbecken Bundesliga nun alle ganz furchtbar nett miteinander umgehen und Kritik nur mit dem Abstand einer Einkaufswagenlänge geäußert wird? Und dass Trainer ruhig 15 oder 20 Spiele lang nicht zu gewinnen brauchen und trotzdem im Amt bleiben?

Nein. Die Bundesliga funktioniert weiterhin nach dem Leistungsprinzip. Schießt ein Stürmer dreimal frei am Tor vorbei, sitzt er demnächst auf der Bank. Kassiert ein Trainer nur noch Niederlagen, sitzt er demnächst nicht mehr auf der Bank. Daran wird sich nichts ändern. Das mag für viele Menschen unbarmherzig klingen, macht aber – und auch das gehört zur Wahrheit – für viele Beobachter den Reiz dieses Geschäfts aus. Alles immer differenziert zu betrachten, ist manchmal anstrengend. Sich Argumente anzuhören und danach die eigene Meinung möglicherweise zu korrigieren, ebenfalls. Daher macht ein Schwarz-Weiß-Denken nach der Gleichung „mein Verein = gut, gegnerischer Verein = böse“ das Fußballgeschäft auch so verlockend. Emotionen entstehen auf der Tribüne dann, wenn nicht alles gegeneinander abgewogen wird. Sondern wenn Stimmungen einfach herausgebrüllt werden. Das macht für viele die Faszination am Fußball aus.

Eine Bundesliga mit einem netteren Umgangston mag aus moralischer Sicht interessant klingen. Es würde aber bedeuten, dass an anderer Stelle viel Authentisches verloren geht. Daher gehören – so hart es für die Betroffenen klingt – Vorgänge wie auf Schalke und in Mainz zu einer attraktiven Liga dazu.

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Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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