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NWZonline.de Sport Runde Sache

Kommentar zu Favres Freistellung: Das schwere Erbe Jürgen Klopps

15.12.2020

Oldenburg Es gehört zu dem schwierigen Arbeitsumfeld eines Trainers von Borussia Dortmund, dass er zwangsläufig mit Jürgen Klopp verglichen wird. Der Meister-Trainer von 2011 und 2012, der den BVB in seiner Ära von 2008 bis 2015 in die deutsche Spitze zurückkatapultierte, wird noch heute rund um den Borsigplatz verehrt wie kein anderer. Dass zudem Vereinsboss Aki Watzke regelmäßig öffentlich kundtut, dass Kumpel Klopp der beste Coach für den BVB war und am liebsten auch wieder wäre, macht die Aufgabe für den jeweils aktuellen Trainer nicht einfacher.

Thomas Tuchel, Klopps Nachfolger, ist sicher nicht an seiner fachlichen Qualität, sondern am Miteinander im Verein gescheitert. Peter Bosz und Peter Stöger lieferten ein halbjähriges Intermezzo. Dann kam Lucien Favre. Ein genialer Taktiker, ein introvertierter Perfektionist – ein Typ wie Tuchel eben.

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Nach zweieinhalb Jahren und ohne Titel ist der Schweizer gescheitert. Zu distanziert ist er, warfen ihm Fans und Medien vor. Wortkarg kam er zumeist daher. Keiner, der die emotionalen Anhänger mitnehmen kann. Also mussten zumindest Leistungen und Ergebnisse passen – sie passten zuletzt immer seltener.

0:2 in Augsburg, 1:2 gegen Köln, 1:1 in Frankfurt und nun 1:5 gegen Stuttgart – das sind Resultate, die mit dieser Mischung aus hochtalentierten Spielern und erfahrenen Stars in dieser Häufung nicht passieren dürfen. Der Handlungsdruck auf die BVB-Bosse wurde so trotz des Weiterkommens in der Champions League immer größer. Dass Watzke, Zorc und Co. nun das Debakel gegen den Aufsteiger direkt nutzten, um den Trainer freizustellen, offenbart, dass die Unzufriedenheit im Club länger da sein muss.

Cheftrainer-Novize Edin Terzic hat ein halbes Jahr, um Eigenwerbung zu betreiben. Der BVB gewinnt dadurch Zeit, einen neuen Mann zu finden. Einen, der besser zum Verein passt als Typen wie Tuchel und Favre. Egal, wer es wird: Er wird es schwer haben, Klopps Erbe anzutreten.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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