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NWZonline.de Sport Runde Sache

NWZ-Kommentar zum vollen Stadion in Köln: Leichtsinn Alaaf

29.11.2021

Köln /Oldenburg Es nervt. Man kann es ja nicht anders sagen. Je länger die Pandemie dauert, desto mehr nervt es. Das ist verständlich und normal, denn das Virus und alle Folgen sind kräftezehrend. Und je länger die Pandemie dauert, desto mehr wächst das Unverständnis, das Kopfschütteln über leichtsinnige Entscheidungen. Wie zum Beispiel, bei Inzidenzen, die vor einem Jahr noch einen kompletten Lockdown bedeuteten, 50 000 Menschen in ein Stadion zu lassen. Nur Geimpfte, ja – aber auch ohne Test.

Rational erklären lässt sich die Lage ohnehin nicht mehr. Außer mit der Floskel: „The show must go on.“ Was auch heißen könnte: „The cash must flow on.“ Die Show muss weitergehen, das Geld muss weiter fließen, die Kassen weiter klingeln.

Anders kann man wirklich nicht erklären, warum Menschen gerade flächendeckend wieder ins Home Office geschickt werden, vor zwei Wochen bereits Laternenumzüge ausfielen – aber die Fußballer weiter vor Zigtausenden Fans kicken dürfen. Natürlich nicht nur Fußballer: Auch die Kölner Haie haben am Donnerstag noch vor fast 8000 Fans in der Kölnarena Eishockey gespielt. Ein Auftritt des Kabarettisten Sebastian 23 vor knapp 100 Zuschauern in Köln ist dagegen am Freitag abgesagt worden.

Da handeln Veranstalter vernünftig – im Gegensatz zur DFL, die nichts tut, im Gegensatz zum 1. FC Köln, der sein Stadion aus finanziellen Gründen voll macht, so lange er das darf – und im Gegensatz zur Stadt Köln, die aus zahlreichen Infektionen nach den Karnevalsfeiern offensichtlich nicht zur Vernunft gekommen ist und dieses „Fußballfest“ genannte Gegenteil der von Pandemie-Experten empfohlenen Kontaktreduzierung genehmigt.

Die Genannten dürfen sich nun also nicht wundern, wenn der Frust und der Ärger der genervten Vernünftigen – wie in sozialen Medien zu sehen ist – bei ihnen landet.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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