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NWZonline.de Sport Runde Sache

Borussia Mönchengladbach – Alte Liebe seit den 70ern

22.11.2019

Mönchengladbach Viele werden es natürlich wissen, dass ich Mitglied vom FC St.Pauli und auch Fan von Werder Bremen bin. In Ostfriesland geboren und in Hamburg wohnhaft. Das passt doch. Was aber wenige von mir erfahren haben: In den Siebzigern gab es über weite Strecken der Bundesliga nur zwei große Konkurrenten – Bayern München und die Borussia aus Gladbach. Ich gebe zu, Respekt hatte ich immer vor den Münchenern, Leidenschaft aber nur für die Elf vom Niederrhein.

Am Bökelberg wurde Geschichte geschrieben und Großes geleistet. Fünfmal Deutscher Meister, dreimal Pokalsieger und zweimal den Uefa-Cup gewonnen. Was für eine Bilanz. Aber es waren nicht nur die Titel, die mich begeisterten. Vor allem ein Trainer wie Hennes Weisweiler und seine offensive Spielweise mit Stars wie Netzer, Heynckes, Stielike, Bonhof, Vogts und vor allem Simonsen faszinierten mich. Die erfolgreichste Zeit mit absolutem Legenden-Status. Ich schwärme heute noch. Außer Simonsen habe ich sie später als Trainer oder Funktionär am Spielfeldrand alle interviewen dürfen. Immer mit dem Respekt und der Anerkennung für das Geleistete.

Eine Geschichte mit Günter Netzer wird mir immer in Erinnerung bleiben, das heißt eigentlich eher mit seiner Gattin Elvira. Im Mai 2013 traf ich die beiden bei einem Empfang. Ich wollte gerade Günter begrüßen, als Elvira sich umdrehte und fast euphorisch etwas lauter ausrief: „Ach, das ist er ja. Wir wollten ja eigentlich ins Bett, haben aber noch Markus Lanz im ZDF geguckt und konnten danach kaum einschlafen. Es war großartig. Wir haben fast nur gelacht und uns amüsiert.“ Gemeint war die Sendung vom 4. April des Jahres, als ich als einer der Gäste der Talkshow von meiner Wohngemeinschaft mit zwei jungen Frauen erzählte und die Runde einschließlich Lanz und Oliver Pocher nicht begreifen konnte, dass ich eine WG mit zwei Frauen in Hamburg und eine Freundin in Bremen habe. Ja, es war sehr unterhaltsam. Immer, wenn ich das Ehepaar Netzer treffe, ist die Begrüßung herzlich und natürlich der Lanz-Auftritt von damals ein Gesprächsthema.

Mein Verhältnis zur heutigen Borussia ist immer noch herzlich und freundschaftlich. Ich habe die Mannschaft in der Bundesliga, der Champions League und der Europa League oft begleitet und nahezu alle Stars der letzten 25 Jahre vorm Mikrofon gehabt.

Erinnert sei noch daran, dass es Lucien Favre zu verdanken ist, dass sie überhaupt in der Bundesliga geblieben sind. Im Mai 2011 standen sie in der Relegation am Abgrund zur zweiten Liga. Das erste Spiel zwar gewonnen mit 1:0, aber im Rückspiel in Bochum stand es bis zur 93. Minute 1:0 für den VfL. Und dann kam Reus und machte das 1:1.

Ich war bei beiden Spielen dabei und erlebte eine Borussia, die feierte, als sei sie Meister geworden. Mit Favre hatte ich danach des Öfteren längere Gespräche zu führen. Fachlich ein ausgezeichneter Trainer, der aber sehr von sich eingenommen wirkt, alle Experten für inkompetent hält und nach außen nicht gerade als Motivationskünstler gilt. Nun ja. Am Ende musste er in Gladbach gehen.

Ein recht freundschaftliches Verhältnis habe ich mit Manager Max Eberl, auch wenn es schon manchen Disput gab. Aber kurz danach ausgesprochen und geklärt. Für mich ist er einer der Väter der erfolgreichen letzten Jahre. Einmal hat er mich in der Halbzeit aufgrund meiner doch sehr kritischen Fragen rund gemacht und sich nach Spielende doch live bei meinem Kollegen entschuldigt. Ach Max, du hast einfach Klasse! Ich fände es großartig, wenn das Team nach den glorreichen Siebzigern wieder mal Meister werden könnte. Das Zeug dazu hat es.

Von Zeit zu Zeit bin ich Co-Kommentator beim „Fohlenradio“ und erlebe eine Mannschaft, die vielleicht ja in die Fußstapfen der alten Heroen tritt. Neue Liebe in den Zwanzigern?

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