Im Nahen und Mittleren Osten hängt alles mit allem zusammen. Das gilt auch für die Lieferung eines fünften deutschen U-Bootes an Israel und die zweifelhafte Rolle des Iran. Gerade weil das jüngst in Grundzügen verhandelte Atomabkommen den Griff der Mullahs nach der Bombe nur verzögern, aber nicht verhindern wird, ist das U-Boot-Geschäft richtig und ein Beitrag zur Friedenssicherung.

Der Iran verhält sich ohne Zweifel aggressiv. Das erleben wir im Irak, im Libanon, in Syrien und nicht zuletzt im Jemen. Teheran benutzt die religiösen Bindungen der schiitischen Diaspora, um terroristische Klientel-Organisationen wie etwa die Hisbollah heranzuzüchten, die dann iranische Interessen mit der Waffe vertreten. Die iranische Politik richtet sich dabei vor allem gegen Israel, und das beschränkt sich eben nicht auf Rhetorik. Es ist daher wichtig, dem jüdischen Staat – als einzige Demokratie und dem einzigen zuverlässigen Verbündeten des Westens – eine ständige militärische Überlegenheit über alle seine Nachbarn zu sichern. Das bedeutet glaubwürdige Abschreckung, die letztendlich Kriege verhindert. Wenn dies mit deutschen U-Booten möglich ist, gibt es keinen besseren Platz für sie als einen Heimathafen in Israel.

Dr. Alexander Will
Dr. Alexander Will Mitglied der Chefredaktion (Überregionales), Leiter Newsdesk