Der Streit um kulturelle Quoten ist ein unendlicher Streit, der bisher zu keiner festen Quote führte. Es gibt reichlich Argumente für oder gegen eine Quote deutscher Musik, wobei mancher fürchtet, dass nur noch eine gewisse Frau Fischer rauf und runter gedudelt wird. Nun also der Vorschlag, eine Quote für hochwertige deutschsprachige Streifen in Kinos einzuführen. Naturgemäß fragt man sich gleich: Geht eigentlich ein nuschelnder Til Schweiger als hochwertig durch? Oder ist allein schon hochwertig, was wenige, indes höchstintellektuelle Zuschauer anzieht?
Gesetze, wusste Friedrich Schiller, sind immer die Freunde der Schwachen. Das ist auch gut so. Die deutsche Filmförderung ist völlig ausreichend, und keiner von uns muss zum Filmglück gezwungen werden. Was also ist zu tun? Am besten nichts. Wenigstens einmal sollten wir der deutschen Sucht widerstehen, alles regeln zu wollen. Schließlich handelt es sich ja nicht um Bananen oder Osterfeuer.
