Oldenburg - Fast alle von uns haben regelmäßig mit Amazon & Co. zu tun – wir nutzen ihre Dienste im Internet oder bestellen etwas. Damit schaufeln wir Ihnen unglaublich viel Geld auf ihre Konten. Die Internetriesen aus den USA verdienen Jahr für Jahr gigantische Milliardenbeträge. Aber in den betreffenden Staaten bleibt nur wenig an Steuern hängen. Auch im Mutterland USA ist der Steuerbeitrag von Internetriesen wie Amazon nicht gerade beeindruckend. Das ist ärgerlich, hier wie dort.
Nun kommt Bewegung in die Sache. Zwei Ereignisse machen Mut: Vor wenigen Tagen sprach sich Amazon-Chef Jeff Bezos doch tatsächlich für höhere Steuern aus: „Wir unterstützen eine Anhebung des Unternehmenssteuersatzes“, kommunizierte er mit Blick auf das Milliardenprogramm des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Und: Zudem gibt es auf einmal deutliche Hinweise darauf, dass die neue US-Regierung den bisherigen internationalen Steuerwettbewerb – so nicht mehr hinnehmen will. Auch von globalen Mindeststeuersätzen ist die Rede.
Der Weg scheint frei zu sein für globale Abkommen zu dem Thema. Der einsetzende Wandel in den USA ist eine wirklich gute Nachricht, gerade auch für das Hochsteuerland Deutschland.
Die Zeiten ändern sich. Das darf gern so weitergehen.
